CD "Karl Marx - Seiner Nützlichkeit wegen"

Verlag Verlag 8. Mai
Art.Nr. W-015931
14,90€
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Eine CD-Studioproduktion des Verlags 8.Mai GmbH von dem Programm zum 200.Geburtstag von Karl Marx.

Gina Pietsch singt und Frauke Pietsch begleitet sie am Flügel.

Mit Liedern u.a. von Bertolt Brecht, Víctor Jara, Hanns Eisler, Albert Hamisch, Heinrich Heine und Frank Viehweg.

5. Mai 2018: Über Wochen wurde Karl Marx’ 200.Geburtstag mit den üblichen Verdrehungen im bürgerlichen
Feuilleton begangen. Es herrscht Siegermentalität: 1990 gewonnen; Ende der Geschichte, der Kapitalismus
hat gesiegt. Man ist dementsprechend großzügig. Manches im Werk des Revolutionärs habe sich als falsch oder
überholt erwiesen, aber in der einen oder anderen speziellen kleinen, aber nicht unwichtigen Sache habe er
recht. Auch ein Teil der Linken »rettet« den »wahren Marx« vor den Auffassungen des nicht mehr existierenden
"Staatssozialismus".

Solche Sieger sind nicht lernfähig. 1871 notierte Marx: »Ich habe die Ehre, in diesem Moment der bestverleumdete
und der meistbedrohte Mann von London zu sein.« Bis heute haben die bürgerlichen politischen und
wissenschaftlichen Eliten an seinen Erkenntnissen zu schlucken. Darum wünscht sich Marx, während seiner
Arbeit am »Kapital« von Krankheit und Armut geplagt, eine lange Wirkung seiner Arbeiten: »Jedenfalls hoffe
ich, dass die Bourgeoisie ihr ganzes Leben lang an meine Karbunkeln denken wird.«
Heute finden sich Menschen mit unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Agenda von ihm und seinen
Lehren angezogen. In der ganzen Welt entstehen neue Bewegungen, und traditionelle stehen wieder auf. Nicht
wenige stellen das kapitalistische System in Frage. Diese Sichtweise hat mit Marx und der Tiefenwirkung
seiner Schriften von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an viel zu tun. Denn er war es, der erkannt hatte:
Die ökonomischen Verhältnisse, die die Menschen selbst schaffen und eingehen, bestimmen ihr Denken und
Handeln. In dieser Tradition steht auch Fidel Castro, der kubanische Revolutionsführer: »Von Marx lernen wir,
was die menschliche Gesellschaft ist. Wer das nicht gelesen oder wem das nicht gelehrt wurde, der muss sich
fühlen wie nachts in einem Wald, ohne die Himmelsrichtungen zu kennen.«

Darum lobte Bertolt Brecht 1938 seine Gedanken ihrer »Nützlichkeit wegen«. Und diese Perspektive auf Leben
und Werk von Karl Marx nehmen Gina und Frauke Pietsch ein. Sie zeichnen Lebensstationen von Karl Marx nach
und arrangieren Lieder von Johann Sebastian Bach über Melodien aus französischen revolutionären Zeiten bis
zu Songs von Franz Josef Degenhardt und den Rolling Stones. Zwischendurch gibt es Texte von Bertolt Brecht
und Marx ́ engstem Freund Friedrich Engels.

Gina Pietsch wurde von der Brecht-Interpretin und Chansonnière Gisela May im
Gesang ausgebildet. Von Ekkehard Schall erlernte sie das Schauspiel. Sie sang beim
Oktoberklub. Über 70 Soloabende hat sie für sich gestaltet; viele CDs sind daraus
entstanden.
www.ginapietsch.de

Frauke Pietsch ist studierte Musik- und Kommunikationswissenschaftlerin.
Sie begleitet Gina Pietsch am Klavier.

CD, Laufzeit, rund 80 Min.