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Rolf Badstübner "Vom 'Reich' zum doppelten Deutschland"

Art.Nr. 760568
12,40€ 6,00€
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Gesellschaft und Politik im Umbruch.

Die vergleichende Darstellung zwischen Westzonen und Ostzone rückt einen bipolaren Umbruch ins Blickfeld, der auf beiden Seiten deutliche Licht- und Schattenseiten aufwies. Das gleiche gilt für die entstehenden und sich konsoldierenden deutschen Nachkriegsgesellschaften und Staaten mit ihren eigenständigen Strukturen, Milieus, Wertesystemen und Lebenswelten.
So macht die um Objektivität bemühte und mit einem ostdeutschen Erfahrungshintergrund vorgenommene vergleichende Betrachtung auch aus heutiger Sicht deutlich, daß es nach 1945 keine Schwarzweiß-Entwicklung zwischen Ostzone und Westzonen, zwischen BRD und DDR gab.
Beide deutsche Nachkriegsgesellschaften und Staaten entstanden aus Umbrüchen und Veränderungen, die allerdings zu konträren ordnungs- und gesellschaftspolitischen Ergebnissen mit unterschiedlichen Qualitäten, Versäumnisse und Defizite eingeschlossen, führten. Beide hatten sozusagen ihre historische 'Berechtigung'.
Die von Rolf Badstübner vorgenommene Betrachtung der Ursprünge deutscher Zweistaatlichkeit führt zu der Forderung hin, in der jeweils anderen Vergangenheit ein Erbe und einen Erfahrungswert zu erkennen, der in die gemeinsame Gegenwart hineinwirkt und Handlungsvorausssetzung für die gemeinsame Zukunft in einem zusammenwachsenden Europa bleibt.



Dietz, 1999
557 Seiten