Walter Wangler "Deckname »Schwabe«"

Art.Nr. 982592
6,00€
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Der Spion, der aus dem Schwarzwald kam.

Eine Kindheit unterm Hakenkreuz. Die Eltern als Kommunisten im KZ und im Gefängnis. Nach dem Krieg Prägung durch Genossen und Freunde der Eltern, die aus Zuchthäusern und Strafbataillonen und aus der Emigration heimgekehrt sind. Die Stadt Schwenningen am Rande des Schwarzwalds als Mikrokosmos der Adenauer-Ära. November 1956: Walter Wangler will in der DDR ein Journalistik-Studium beginnen. Er wird ins Prorektorat der Universität Leipzig beordert. »Natürlich kannst du hier studieren, Genosse.« Der Mann, der aussieht wie Gert Fröbe, mustert den jungen Mann: »Aber wieso studierst du nicht im Westen? Die Partei könnte dich unterstützen.« Die Saat ist gelegt, die Früchte sollen später geerntet werden. Der Weg des Autors mit dem Decknamen »Schwabe« führt über ein Studium in Freiburg und Wilhelms­haven zur Promotion in Göttingen. Später wird er Professor für Sozialpolitik in Düsseldorf. Die Beziehung zu Ostberlin bricht Ende der sechziger Jahre ab, die Furcht vor Entdeckung schwindet. Bis 1979 der Oberleutnant im Ministerium für Staatssicherheit, Werner Stiller, zwei Koffer packt, alles hineinstopft, was ihm an Geheimmaterial zugänglich ist, und die S-Bahn zum Bahnhof Zoo besteigt …

Walter Wangler, Prof. Dr. disc. pol.,* 1935 in Schwenningen am Neckar. Professor für Sozialpolitik an der Fachhochschule Düsseldorf, Dekan des Fachbereichs Sozialarbeit. Publikationen zur deutschen Sozialpolitik und politischen Ideengeschichte.



Pahl-Rugenstein, 2010
Paperback
319 S.
52 s/w-Abb.