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Stephan Blancke "Geheimdienste und globalisierte Risiken"

Art.Nr. 862993
19,80€ 15,00€
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Rough States – Failed States, Information Warfare, Social Hacking, Data-Mining, Netzwerke, Proliferation.

Der Autor betrachtet die Organisation und Methodik geheimdienstlicher Informationsbeschaffung der international tätigen Geheimdienste. Deren Aufgaben und Arbeitsweise hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert: Nach dem Ende des „Kalten Krieges“, in dem die Nachrichtendienste durch Spionage vor allem gegnerische Militärschläge vorhersehen sollten, habe der Rechtfertigungsdruck auf die staatlichen Dienste zugenommen; die Terroranschläge vom 11. September 2001 und danach hätten diesen Organisationen aber zu stärkerer Legitimität verholfen. Außerdem habe das globale und global bedeutsame Aufkommen an Informationen so stark zugenommen, dass diese von einer nationalstaatlichen Bürokratie nur noch unter Abstrichen verarbeitet werden können. Als beispielhafte Risiken erläutert Blancke u. a. den illegalen Nuklearhandel, die illegalen Finanzströme, die politische Stabilität Chinas, den Handel mit Kleinwaffen und „Neue Kriege“ in „failed states“. Angesichts solcher Herausforderungen, so die These des Autors, sei für die moderne, weltweite nachrichtendienstliche Arbeit eine global ausgerichtete Organisation notwendig: Als Lösung sieht Blancke aber nicht den wachsenden Markt von gewinnorientierten privaten Nachrichtendiensten. Vielmehr plädiert er für einen Dienst im Rahmen oder im Auftrag der Vereinten Nationen oder mehrerer Nichtregierungsorganisationen, der Informationen beispielsweise im Bereich von Völkerrechtsverletzungen sucht.
Steffen Heinzelmann (STH)


Mängelexemplar
2006
184 S.