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Lars Borgersrud "Die Wollweber-Organisation in Norwegen"

Verlag Dietz Verlag Berlin
Art.Nr. 347715
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1936, als Nazi-Deutschland offen zum Krieg rüstete, begannen kommunistische Seeleute auf Initiative des sowjetischen Geheimdienstes mit der Errichtung einer internationalen Organisation, deren Aufgabe es war, die Kriegsvorbereitungen, soweit durch Anschläge auf den Schiffsverkehr, zu sabotieren. An der Spitze dieser illegalen Sabotageorganisation stand der Deutsche Ernst Wollweber, der sich vor allem auf den Niederländer Josef Schaap, den Norweger Martin Hjelmen und den Letten Lambert stützte. Die Wollweber-Organisation hatte Gruppen in vielen nordeuropäischen Hafenstädten, ihr Hauptquartier befand sich in Oslo.
Bis 1940 verübte sie Brand- und Sprengstoffanschläge auf über zwanzig deutsche, italienische und japanische Schiffe.
Bei der Verfolgung der etwa 200 Angehörigen der Wollweber-Organisation suchte die Gestapo die Zusammenarbeit mit der Polizei unserer Staaten, darunter Dänemarks, Schwedens und Norwegens. Dadurch gerieten viele in die Hände der Gestapo, auch Wollwebers Frau Ragnhild Wiik. Doch trotz zahlreicher Opfer konnte sich die Organisation in Norwegen halten. Als "Gruppe Osvald" unternahm sie bis Herbst 1944 über 110 Anschläge unterschiedlichster Art gegen die Okkupationsmacht, wobei sie mit anderen Widerstandsgruppen zusammenarbeitete und dem aktiven Widerstandskampf zum Durchbruch verhalf.


Dietz Verlag, 2001
311 S.