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H. Sieberer/H. Kierstein "Verheizt und vergessen"

Verlag edition ost
Art.Nr. 227801
14,90€ 10,00€
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Ein US-Agent und die DDR-Spionageabwehr.

Das Buch dokumentiert auf anschauliche Weise zwei extrem unterschiedliche Lebensläufe:
Hannes Sieberer war CIA-Agent in der DDR, sein Gegenspieler Kierstein langjähriger Offizier der Staatsicherheit. Beide treffen 1982 im Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen während einer Vernehmung aufeinander. Die Idee für diesen Zeitgeschichts-Report stammt von Hannes Sieberer selbst. Als österreichischer Abiturient wird er mit knapp 18 von den Amerikanern angeworben und zielgerichtet für die Militärspionage in der DDR ausgebildet. Von 1976 bis 82 ist er als „Kurt Klepp“ für den CIA in Ostdeutschland unterwegs und betreut einen weiteren Agenten in Rostock. Die Amerikaner wiegen ihre Spione in Sicherheit, das MfS (Ministerium für Staatssicherheit) kommt den beiden aber 1982 auf die Schliche. Verhaftung, Verhöre und schließlich Verurteilung zu 15 Jahren in der Strafanstalt Bautzen. Die Amerikaner kümmern sich – im Gegensatz zu vorherigen Versprechungen - nicht um den gesundheitlich angeschlagenen Häftling. Der österreichische Bundeskanzler interveniert bei Honecker, Rechtsanwalt Vogel lässt seine guten internationalen Beziehungen spielen. 1985 endlich kann Sieberer – wie 26 andere Spione auch - auf der Glienicker Brücke ausgetauscht und in den Westen abgeschoben werden. Der einst Gejagte trifft sich nach der Wende mit seinem Verfolger von der Spionage-Abwehr. Beide begegnen sich Anfangs mit äußerster Zurückhaltung und Respekt. Gemeinsam werfen sie einen kritischen Blick zurück und stellen sich gegen die offiziell verbogene Wahrheit.


Mängelexemplar
224 S.