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Gerhard Engel "Rote in Feldgrau"

Verlag trafo
Art.Nr. 509759
39,80€ 25,00€
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Wilhelm Eildermann veröffentlichte 1972 in seinen Jugenderinnerungen an den Weltkrieg 1914 bis 1918 als Erster in bis dahin unbekannter Dichte neben Tagebuchnotizen 58 linkssozialdemokratische Kriegs- und Feldpostbriefe, die er zwischen August 1914 und August 1916 empfangen hatte. Ihre Verfasser waren in erster Linie seine sozialdemokratischen Jugendgenossen Gustav Seiter und Emil Birkert. Seiter war aus Stuttgart nach Bremen zugewandert und hatte sich dort wie Eildermann den Linken um Johann Knief angeschlossen. Birkert gehörte zu den aktivsten Linken in der Stuttgarter Freien Jugendorganisation. Beide waren bald nach Kriegsbeginn einberufen worden und schließlich Soldaten an der Westfront.

Noch nie zuvor war in der Historiographie über die sozialistische Arbeiterbewegung während des Ersten Weltkrieges, vor allem über die Entwicklung ihrer linken Strömung, der Wert von Feldpostbriefen für die Forschung so deutlich und überzeugend demonstriert worden.

Im Jahre 1973 übergab Wilhelm Eildermann, der ein kritischer Freund und Förderer der frühen wissenschaftlichen Arbeiten des Autors Gerhard Engel zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung gewesen war, diesem die Kopien von ca. 50 Briefen und Postkarten unterschiedlicher Relevanz, die er in seinem Buch nicht abgedruckt oder zitiert hatte, mit der Aufforderung, sie zu bearbeiten und zu publizieren. Mehr als drei Jahrzehnte später hat der Autor das ihm anvertraute Material - angereichert durch zahlreiche weitere Funde - in dem nun vorliegenden Buch ausgewertet und veröffentlicht.

265 Seiten

Mängelexemplar