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Errichiello/Zschiesche "Wenn Hunde aus einem fahrenden Auto starren"

Art.Nr. 532601
15,00€ 1,00€
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Novellen im Zeitalter des Duftbaumes.

Mit einem Vorwort von Björn Engholm.

Wie schon die erste Publikation ihres Verlags "Moderne Heimat" ist auch das Angestellten-Werk gespickt mit Alltagsbeobachtungen. Scheinbar nichtige Details, mit denen sich der postmoderne Großstädter umgibt. Doch sind es "die feinen Unterschiede", wie der Soziologe Pierre Bourdieu bereits Ende der 70er Jahre herausstellte, durch die sich Gruppen voneinander abheben. In diesem Geist betrachten Errichiello und Zschiesche die Realität von "Zahnarzt-Marketing", "Peter-Maffay-Aussteigerphantasien" und wie es sich lebt, so "geistig entmündigt vom Ikea-Katalog".

Eine Kritik am Patchwork der Beliebigkeit. Die Analysen der Autoren sind mitnichten alle neu, aber unterhaltsam bis irritierend zu lesen. Statt zu theoretisieren, wählen sie das Stilmittel Zynismus. Damit der Leser ins Grübeln gerät, ob es normal ist, daß das Wort "Latte" nur noch mit Kaffee assoziiert wird. Kulturpessimismus zum Schmunzeln. Verpackt in essayistische Schnipsel, die Fragen aufwerfen: Wann war der Zeitpunkt, als sich Parks vom Flaniergrün in "Dreistreifen-Fegefeuer" wandelten - dank allseits ambitionierter Jogger in Adidas-Ware? Müssen Mitdreißigerinnen auch im Hochsommer Andenwollmützen tragen, um sich mit einem Hauch von Folklore zu zieren?


Mängelexemplar
86 S.