Sale

Freundinnen v. Uta (Hg.) "Mit Kampf und Liebe für eine neue Zeit - Nûdem"

Art.Nr. 945251
12,00€ 8,00€
Menge
 
Aus dem Leben von Uta Schneiderbanger.

Wie kommt eine gelernte Heilpraktikerin, Arbeitertochter aus dem Ruhrgebiet, Lesbe, vielseitig interessiert, gebildet und naturverbunden, zu einer bewaffneten Organisation, die auf der EU-Antiterrorliste steht? – Freundinnen von Uta Schneiderbanger, genannt „Nûdem“, die im Mai 2005 bei einem Autounfall in den kurdischen Bergen starb, haben ihren Lebensweg in einem Buch nachgezeichnet. Mit ihr verunglü­ckte die türkische Internationalistin Ekin Ceren Doğruak, genannt Amara, an die demnächst ein zweites Buch erinnern soll. Ihre kurdischen Genossinnen sprachen mit dem größten Respekt von der Türkin und der Deutschen, die für sie Partei ergriffen hatten, was in ihren Herkunftsstaaten nach wie vor als kriminell und verwerflich gilt.

Nûdem, was so viel wie „Neue Zeit“ heißt, war Aktivistin der PAJK, der Frauenbefreiungspartei Kurdistans – und Mitglied im Leitungsrat des kurdischen Volkskongresses, des Kongra Gel. „Wir haben nach Lösungswegen für eine neue Zeit gesucht. Nach einem kollektiven und menschlichen Leben“, schrieb sie in ihren Aufzeichnungen.

In der Biographie „Mit Kampf und Liebe für eine neue Zeit – Nûdem“ kommen sehr unterschiedliche Freundinnen, Freunde, Kampfgefährtinnen und Familienangehörige der Internationalistin zu Wort. Vieles, was sie gesagt habe, sei eingetreten, sagen ihre Eltern. Sei es beim Thema Sozialabbau oder in Sachen Umwelt. „Sie hatte auch immer gesagt, wenn ich soweit bin, gibt es sowieso keine Rente mehr. Der Weg geht dahin.“ Von Existenzangst ließ sich Uta Schneiderbanger nie aus dem Konzept bringen – nicht einmal, als sie an Multipler Sklerose erkrankte. Allerdings bekam sie die Krankheit vergleichsweise gut in den Griff. Ihre Angehörigen waren manchmal schockiert, wie spartanisch sie mitten in Deutschland lebte. Eine Frau, die überwiegend ehrenamtlich arbeitete, weil ihr die eigene Lebenszeit zu kostbar war, um sie für fremde Interessen oder das Streben nach materiellem Wohlstand zu opfern.


Mängelexemplar
239 S.