CD " Carmen Souza & Theo Pascal - Epistola"

Verlag Galileo
Art.Nr. GMC064
16,98€
Menge
 
„Epistola“ ist das griechische oder lateinische Wort für „Brief“, und wie jeder Brief enthält auch das Album „Epistola“ eine Botschaft. Carmen Souzas und Theo Pascals Botschaft an ihre Fans lautet: Jeder soll ihre musikalische Nachricht empfangen, der offen ist für ihre Texte und ihre Musik. Das Album mit witzig gestalteten Cover, das einen abgestempelten Brief mit Briefmarke darstellt, wurde an verschiedenen Orten aufgenommen. Es entstand in Portugal, in Großbritannien und in New York.

Da Theo Pascal als Produzent und Komponist hinter 50% der Musik von Carmen Souza steht, entschlossen sich beide das Projekt von „Carmen Souza“ zu „Carmen Souza & Theo Pascal“ umzubenennen, um dieser Tatsache gerecht zu werden.

Die besondere Herausforderung bei „Epistola“ war nach eigenen Aussagen der kapverdischen Sängerin Carmen Souza, sich dem Publikum auch als Instrumentalistin zu präsentieren. Auch wenn sie zunehmend als Gitarristin wahrgenommen wird - eröffnete sie doch die Zevener Gitarrenwoche im Sommer 2014 - ist sie den meisten Zuhörern eher als Sängerin bekannt. Musik sei als stetiger Prozess zu verstehen. Dieser bestehe darin, als Musiker Risiken einzugehen und sich aus der „Comfort Zone“ zu wagen. Denn nur so sei die Möglichkeit zur Weiterentwicklung gegeben. Auf „Epistola“ beweist Carmen Souza ihre Fähigkeiten am Klavier.

Das Album enthält neben acht eigenen, zwei gecoverte Songs: „Moonlight Serenade“ von Glenn Miller und den „Cape Verdean Blues“ von Horace Silver. Die Wahl fiel auf ersteren Song, da er bei beiden schöne Kindheitserinnerungen hervorruft und Assoziationen zu Ballsälen, Tanz und Big Band Sound aus alten Filmen erweckt. Sie entschieden sich bei „Moonlight Serenade“ für eine reduzierte und intime Interpretation, die nur Gesang, Gitarre, Bass und Percussion enthält. Auch in der Vergangenheit nahm sich das Carmen Souza-Projekt bereits Songs von Horace Silver an. Dieses Mal entschieden sich Theo Pascal und Carmen Souza für den „Cape Verdean Blues“, da sie den „Spirit“ des Songs lieben. Hierfür schrieb Carmen Souza einen Text über den berühmten kapverdischen Schnaps „Grogue“.

Auch beim Song „Oui ou non“ war Carmen Souza beim Texten sehr kreativ. So handelt das Lied von einem Land, in dem in einer besonderen Zeremonie Wahlen stattfinden, zu der sich alle herausputzen und fröhlich sind. Doch am Ende gewinnt nur einer und die Gesellschaft muss feststellen, wie vergänglich die Illusion von Fröhlichkeit und Schönheit doch ist.

Ein anderer spannender Hintergrund verbirgt sich hinter dem Song „WPFL“. Er besteht aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Songs, auf die Theo Pascal ein ähnliches Arrangement geschrieben hat. Er vergleicht den Song mit einer Collage. Diese spiegele die Schönheit, Größe und Reinheit der Natur wider.

Carmen Souza, die kapverdische Wurzeln hat und bereits mehrere Preise auf den Kapverden gewonnen hat, sieht sich jedoch nicht als Teil der kapverdischen Musikszene angehörig, sondern eher als „Outsider", da sie weder auf den Kapverden geboren wurde noch jemals dort gelebt hat. Obwohl sie kapverdische Einflüsse in ihrer Musik nicht abstreitet, prägten sie vielmehr Jazz und die traditionelle portugiesische Musik.