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Ruth & Günter Hortzschansky "Judith Auer (1905–1944)"

Verlag trafo
Art.Nr. 086317
13,80€ 6,00€
Menge
 
Möge alles Schmerzliche nicht umsonst gewesen sein...

In Berlin-Lichtenberg gibt es seit DDR-Zeiten eine Judith-Auer-Strasse. Der dort gelegene Jugendklub wurde nach der sogenannten Wende Treffpunkt neofaschistischer Jugendlicher – und "Die Auers kommen!" zum Schreckensruf der gejagten Linken. Diesen grausigen Treppenwitz der Geschichte nahm Judith Auers Tochter zum Anlass, eine Biographie ihrer Mutter zu verfassen. Judith Auer, geborene Vallentin, entstammte einer deutsch-juedischen Kuenstlerfamilie. Den Traum einer Musikerkarriere konnte sich die hochbegabte Pianistin aus finanziellen Gruenden nicht erfuellen. Sie wurde Kommunistin, der Weg in den antifaschistischen Widerstand war folgerichtig. Sie kaempfte in der Gruppe von Anton Saefkow und Franz Jacob – verfasste und verteilte Flugblaetter, versteckte Illegale. Im Juli 1944 wurde die Gruppe verraten. Wie die meisten Mitglieder wurde Judith Auer verhaftet und am 27. Oktober 1944 ermordet. Vielleicht aus verstaendlicher Scheu und Pietaet liefern Ruth und Guenter Hortzschansky wenig mehr als das aeussere Gerippe eines bewegten und bewegenden Lebens. Aber das Buch enthaelt persoenliche Dokumente und Briefe, die das Bild einer ebenso zarten wie selbstbewussten jungen Frau entstehen lassen.
Und dann gibt es ein letztes Dokument: "Die Vollstreckung dauerte von der Vorfuehrung bis zur Vollzugsmeldung 7 Sekunden".


Mängelexemplar
BzG - Kleine Reihe Biographien, Bd. 6.
146 S.
zahlr. Abb.