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Kopp/Stein/Tuchscherer (Hg.) "Hanns und Lya Kralik"

Verlag Neue Impulse Verlag
Art.Nr. 593258
14,80€ 5,00€
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Kunst und widerständiges Leben.

Hanns Karlik war ein bemerkenswerter Künstler. Unser Buch belegt dies anhand eine Fülle von über 80 seiner – zum Teil bisher unveröffentlichten – Werke.
Aber er und seine Frau Lya waren auch unbeugsame Kämpfer gegen Faschismus und Krieg, gehörten zu den Deutschen, die an der Seite der Résistance kämpften. Nach der Befreiung Deutschlands vom Hitler-Faschismus wurde Hanns Kralik zum Kulturdezernenten der Stadt Düsseldorf ernannt. Er blieb dies bis Ende 1950, als es der wieder erstarkten Reaktion gelang, ihn mithilfe des „Adenauer-Erlasses“ endlich loszuwerden. Den vollständigen, von Hanns Kralik verfassten „Rückblick“ auf sein Leben bis zur Rückkehr aus dem Exil haben die Autoren ergänzt um die Würdigung des eigenständigen Wirkens von Lya Kralik, die – als Betriebsratsvorsitzende eines Unternehmens mit 500 Beschäftigten in den letzten Jahren der Weimarer Republik, als Leiterin der „Deutschen Freiheitsbibliothek“ in der Pariser Emigration, als Mitbegründerin der Düsseldorfer KPD nach der Rückkehr aus dem Exil – weit mehr war, als „die Frau an seiner Seite“.
Erstmals beleuchtet werden auch Kraliks Tätigkeit als Kulturdezernent und die Machenschaften seiner „christlichen“ Kontrahenten.
Das Buch rührt damit an ein Tabu der bundesdeutschen Geschichtsschreibung: Die positive Rolle, welche die überlebenden Kommunistinnen und Kommunisten beim Versuch eines demokratischen Neubeginns nach 1945 spielten, und dass die Kommunistenverfolgung in der BRD – wann auch mit weniger blutigen Mitteln – ungebrochen fortgesetzt wurde.


Mängelexemplar
184 S.
mit zahlr. Abb.