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Matthias John "Ferdinand Bender (1870-1939)"

Verlag trafo
Art.Nr. 079218
12,80€ 4,00€
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Sein Weg vom Anarchisten zum Gewerkschaftsfunktionär.

Ferdinand Bender, geboren am 24. Oktober 1870 in Halver, Kreis Altena, und verstorben am 26. Oktober 1939 in Berlin-Bohnsdorf, vollzog eine nicht alltägliche Wandlung, und zwar die vom Anarchisten zum Gewerkschaftsfunktionär. Seit 1893 galt er bei der politischen Polizei als “zweck- und zielbewusster Anarchist.” Nach 32 Monaten Haft sollte er im April 1897 das Gefängnis “geistig und moralisch” gebessert verlassen: In Magdeburg, wo er sich Ende 1897 niederliess, brach Bender offen mit dem Anarchismus und schloss sich der dortigen Sozialdemokratie an. Seinen Broterwerb fand er jedoch in der Gewerkschaftsbewegung: Seit Ende 1901 war er hauptamtlicher Funktionär im Verband der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter Deutschlands, dem späteren Deutschen Transportarbeiterverband bzw. Verkehrsbund. Im Unterschied zu vielen anderen Gewerkschaftsfunktionären gehörte Bender im Jahre 1918 und auch noch danach zu den eifrigen Verfechtern des Rätegedankens. In der Weimarer Republik durchlief er eine typische Funktionärskarriere, bevor er am 13. Mai 1933 nach der Zerschlagung der freien Gewerkschaften entlassen wurde. Nach der Zerschlagung der freien Gewerkschaften liess er sich in Berlin-Bohnsdorf nieder. Er verstarb er am 26. Oktober 1939 um 15 Uhr in seiner Wohnung, und zwar eines natürlichen Todes.


Mängelexemplar
134 S.