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Barbara Riedel "Orient und Okzident in Calicut"

Verlag Draupadi
Art.Nr. 014753
24,80€ 20,00€
Menge
 
Muslimische Studenten und Studentinnen in Kerala, Südindien, im Spannungsfeld zwischen
lokaler Verwurzelung und globalen Verflechtungen.


Die Malabarküste in Südindien ist eine Region, in der
seit langer Zeit Menschen und Kulturen aus aller Welt
aufeinander treffen. In der kosmopolitischen Vergangenheit
dieses Landstriches spielte die Gemeinschaft der Mappila Muslime
eine wesentliche Rolle. Als Kaufleute bildeten sie bis zur Ankunft
der Portugiesen im Jahr 1498 eine anerkannte und weltoffene Minderheit
innerhalb der lokalen indischen Gesellschaften. Jedoch führten harte
Auseinandersetzungen mit den Portugiesen und den Briten zu einem stetigen Niedergang.
Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts galten sie deshalb als arm, ungebildet, in sich
geschlossen und radikal.
Die vorliegende Studie befasst sich mit muslimischen Studierenden am Malabar
Christian College in Kozhikode (Calicut) in Kerala. Sie beschreibt einen über Jahrzehnte
währenden Prozess der Öffnung und der inneren Diversifizierung der Mappila Muslime und zeigt,
dass die muslimischen Studentinnen und Studenten damit an die alte lokale kosmopolitische
Tradition anknüpfen können. Dieser Prozess der neuerlichen Kosmopolitisierung, der selbst
von inneren Spannungen geprägt ist, wird in der Studie mit dem Begriff cosmopolitanism at work
umschrieben.

Mängelexemplar
304 S.