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Sascha Mache "Hintergründe, Verlauf und Wirkungen des peruanischen Bürgerkriegs"

Art.Nr. 052192
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Revolution, Konterrevolution und die Organisierung der CDC in der südlichen Sierra.

Am 17. Mai 1980 begann die maoistische KP Perus (PCP-Sendero Luminoso) ihren Volkskrieg gegen den peruanischen Staat.
Die Kampfhandlungen, die 25.000 Tote kosteten und 600.000 Menschen in die Flucht zwangen, werden von vielen Autoren mit dem angeblichen Fanatismus politischer Sektierer oder einem so genannten mystischen Irrationalismus der Andenbevölkerung erklärt.

Die hier vorliegende Analyse belegt dagegen mit sorgfältig recherchiertem Material, dass die Hintergründe des Krieges in den zugespitzten Klassenwidersprüchen unter den Vorzeichen neokolonialer Unterdrückung liegen. Traditionslinien und Brüche in der Entwicklung von Produktivkräften und korrespondierenden Herrschaftsformen werden seit der Zeit der Inka untersucht und in ihrer Bedeutung für die Entwicklung des Bürgerkriegs dargestellt.
Bei der Beschreibung des Kriegsverlaufs legt Mache besonderes Gewicht auf die CDC, konterrevolutionäre Paramilitärs, die sich aus der Bauernschaft rekrutieren. Wie in einem Brennglas verdichten sich im Phänomen der CDC geschichtlich gewachsene Widersprüche und die Fallstricke emanzipatorischer Politik unter den Bedingungen eines vom Imperialismus gezeichneten Landes. Die Entwicklung der CDC wird anhand der wissenschaftlichen und journalistischen Diskurse in Peru von 1980 bis Ende der 90er Jahre detailliert nachvollzogen.
Allen, die sich ernsthaft mit den Wurzeln der andauernden politischen und ökonomischen Misere Perus auseinandersetzen wollen, bietet diese Arbeit wertvolles Hintergrundwissen.



Zambon Verlag, 2003
303 S.