Andrea Fumagalli/Sandro Mezzadra (Hg.) "Die Krise denken"

Verlag Unrast Verlag
Art.Nr. 667679
14,00€
Menge
 
Finanzmärkte, soziale Kämpfe und neue politische Szenarien.

Zentrale Texte der europäischen postoperaistischen Debatte zur globalen Krise und zur sozialen Befreiung.

Theoretisch und politisch fundiert untersuchen die Autor_innen die Hintergründe der globalen Krise, fragen nach sozialen und politischen Konfliktlinien und nicht zuletzt nach den Bedingungen, die das Leitmotiv vieler Proteste der vergangenen Zeit, das Motto »Wir zahlen nicht für Eure Krise«, mit der Perspektive eines radikalen Bruchs mit dem Kapitalismus verbinden.
"Geboten wird eine informierte [...] Analyse der Zusammenhänge der Krisendynamiken. Daher empfehlen sich die 10 Thesen am Ende des Bandes als konzentrierte Zusammenfassung."
Jörg Nowak, ARGUMENT 298 (4/2012)

Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die sich seit dem Herbst 2008 als globale Krise des Kapitalismus zeigt, beherrscht seither die Mainstream-Medien ebenso wie politische und gesellschaftliche Debatten.
Die bis zum Ausbruch der Krise unangefochtene Hegemonie des Neoliberalismus wird seither nicht mehr nur von linken Minderheiten in Frage gestellt, ein Revival des interventionistischen (»keynesianischen«) Nationalstaats gegen vermeintliche Auswüchse der Globalisierung scheint aktuell. Die Beiträge des vorliegenden Bandes zeigen, dass die Fixierung auf eine solche Alternative an der Realität des Kapitalismus im 21. Jahrhundert vorbeigeht.

Die Autorinnen kommen in ihrer Mehrzahl aus dem so genannten Post-Operaismus. Sie verbinden verschiedene Untersuchungsperspektiven, die sonst eher disparat vorliegen – etwa Analysen zum Postfordismus, zur Gewalt der Finanzialisierung, zu den Ausbeutungsbedingungen im globalen Kapitalismus sowie zu Fragen linker Politik. Der Band schließt mit Thesen zur Krise, die auf eine politische Verständigung zielen, darauf, nicht nur des Kapitalismus‘ neue Kleider beim Namen zu nennen, sondern dem auch eine Perspektive sozialer Befreiung entgegenzustellen.

Die beiden Herausgeber und die Autorinnen gehören zum politischen autonomen Forschungsnetzwerk UniNomade (Frankreich/Italien/Spanien).


176 S.
Softcover