Kurt Pätzold "Die Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942"

Verlag Verlag am Park
Art.Nr. 260806
12,99€
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Geschichte und Geschichtsschreibung.

Im Januar 1942 tagten die Technokraten des jüdischen Genozids am Berliner Wannsee. Elf Millionen europäische Juden sollten nach dem Willen der Naziführung systematisch ermordet werden. Diese sogenannte Wannsee-Konferenz beschloss nicht die »Endlösung der Judenfrage«. Diesen Völkermord hatten die Strategen des imperialistischen Deutschland schon lange in der Planung. Und darum muss, wie der Faschismusforscher Pätzold befindet, der Holocaust im Kontext mit dem Überfall auf die Sowjet­union im Juni 1941 gesehen werden: Dieser Vernichtungskrieg schuf nicht nur den Rahmen für den Massenmord an den Juden Europas – dieser war dessen maßgebender Bestandteil. Es ging nicht nur um Raum und Bodenschätze im Osten, sondern, wie die Naziführung immer wieder betonte, um die Ausmerzung jüdisch-bolschewis­tischen, minderwertigen Lebens auf dem Kontinent. Das Judenmorden war Teil der Endsiegplanungen und der begonnenen »Neuordnung Europas«. In seinem Exkurs versucht Pätzold die Frage nach dem Warum zu beantworten, und wie die Geschichtswissenschaft mit diesem Thema umgeht.