Joachim Paul "Netzpolitisches Manifest für das Informationszeitalter"

Verlag pad-Verlag
Art.Nr. 740083
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Ein Gespenst geht um in der Welt – die Hoffnung auf eine freie, durch Teilhabe bestimmte
egalitäre, Ressourcen schonende, nachhaltige Weltgesellschaft mit sicherer wirtschaftlicher
Existenz und mit freiem Zugang zu kulturellen und Bildungsressourcen, mit freien
Entfaltungsmöglichkeiten für jeden Menschen. Seit Beginn der 90er-Jahre des vorigen
Jahrhunderts hat diese alte Hoffnung durch die rasante Entwicklung des weltumspannenden
elektromagnetischen Feldes Internet als technisch dezentral konzipiertes Medien- und
Kommunikationssystem neue Kraft gewonnen.
Alle alten Mächte der auf dem Energie- und Rohstoffregime basierenden globalisierten
Industriegesellschaft haben sich – so kann es scheinen - zu einer heiligen Hetzjagd gegen
dieses Gespenst verbündet, die um ihre Exportüberschüsse und teilweise sogar um ihre
nationalstaatliche Verfasstheit bangenden westlichen Industrienationen, die auf Bedrohungen
mit massiver Überwachung und Gängelung ihrer freien Bürger reagieren, neoliberale
Denktanks und -kollektive, die auf zunehmende Ungleichheit der Kapitalverteilung und der
Produktionsvermögen sowie auf das Brot-und-Spiele-Prinzip und die Verteilung von Almosen
durch die vermögenden Hände, auf steuerbefreites Stiften statt gerechtes Verteilen der
Produktivitätsgewinne setzen, Monopole anstrebende global agierende Unternehmen und
Investoren.
Des weiteren Blut-und-Boden-Gläubige, die das Fremde zum Zweck des Gewinnens
politischer Mehrheiten als Angst Machendes instrumentalisieren, religiös, ethnisch oder
ideologisch motivierte Fundamentalisten und Fanatiker, die die Welt in die dunkle Variante
des Mittelalters zurückmorden, die das Zusammenleben der Menschen unter jeweils ein
einziges herrschendes Prinzip subsummiert sehen wollen.


53 S.