Veranstaltung in der Ladengalerie

Sie finden die Ladengalerie von junge Welt in der 

Torstraße 6, 10119 Berlin (Nähe Rosa-Luxemburg-Platz).


Öffnungszeiten:

Montag-Donnerstag 11-18 Uhr, freitags 10-14 Uhr. Kontakt: Tel. 030-536355-56


Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, den 02.März 2017 laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein.
Ab dem 2. März gestattet die jW-Ladengalerie einen Einblick in die Farb - und Schwarz-Weiß-Welten der Druckgrafiken aus der Sammlung der Tageszeitung junge Welt. Neben einer kleinen Auswahl grafischer Arbeiten von Thomas J. Richter werden weitere einzelne Werke verschiedener DDR-Künstlerinnen und -Künstler gezeigt, u.a. von Willi Sitte, Michael Morgner, Gert Mackensen, Johannes Heisig. Wir zeigen erstmalig auch eine Reihe internationaler Künstler, die an Grafikserien der Tageszeitung junge Welt beteilígt waren.

Eröffnung: Michael Mäde (jW)

Es spricht: Stefan Huth (Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt)

Musik: Frauke Pietsch

Ausstellung vom 02.03-20.04.2017


Erich Franke, "Abends an der Druschba – Trasse",1976, Lithografie
DDR-Staatsanwälte im sozialistischen Rechtsstaat

Buchpremiere mit den Herausgebern Hans Bauer und Gudrun Benser

Dieses Buch befasst sich mit dem Arbeitsalltag von DDR-Staatsanwälten. Aus verschiedenen Generationen, Sachgebieten und Regionen berichten Staatsanwälte als Zeitzeugen über die Vorbeugung und Bekämpfung der Kriminalität in unterschiedlichen Etappen der DDR-Geschichte. Dabei wird deutlich, dass diese Aufgaben zum großen Teil denen eines Staatsanwaltes in der BRD sehr ähnlich waren.

Die Hauptunterschiede waren jedoch, dass die DDR-Staatsanwälte Verantwortung für die einheitliche Gesetzlichkeit im Lande trugen, nicht privates und kapitalistisches Eigentum schützten, sondern Volkseigentum und genossenschaftliches Eigentum sowie Leben, Gesundheit und Eigentum der Bürger vor Schaden bewahrten. Ihr Anliegen war die Nähe zu den Bürgern und zur Wahrheit. Sie fühlten sich vor allem dem Schutz der DDR und der Sicherung des Friedens verpflichtet.Die Staatsanwälte der DDR schützten keinen »Unrechtsstaat«.
Buchvorstellung mit dem Autor Bernd Langer

In den 1980er Jahren wird die Gruppe »Kunst und Kampf« (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der antifaschistischen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt.
Bernd Langer, Protagonist dieser Idee, legt nun eine Gesamtbetrachtung von fast 40 Jahren antifaschistischer Kunst in der Bundesrepublik vor.

Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen.
Buchpremiere mit Werner Großmann und Peter Böhm

Werner Großmann, Nachfolger von Markus Wolf und letzter Chef der Auslandsaufklärung beim Ministerium für Staatssicherheit, reflektiert in einem sehr persönlichen Gespräch mit Peter Böhm sein Leben und berichtet offen auch über Geschehnisse und Hintergründe, die so bisher einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Die Schilderungen des inzwischen 87jährigen ehemaligen Geheimdienstchefs, dessen Autobiografie »Bonn im Blick« 2001 erschien, sind ein zeitgeschichtliches Zeugnis.
Ein Ehe-Briefwechsel im Zweiten Weltkrieg von Alfred Kurella und Elfriede Cohn-Vossen

Gelesen von Andreas Manz-Kozar und Doreen Kähler

Einführung: Evelin Wittich (Erik-Neutsch-Stiftung)

»Wachträume sind überhaupt mein zweites Leben«, schreibt die noch junge deutsche Emigrantin Elfriede Cohn-Vossen sehnsüchtig an ihren Mann. Sie ist 1941 vor Beginn der Schlacht um Moskau mit zwei Kleinkindern weit ins sowjetische Hinterland evakuiert worden, sie hungert, bangt um den fernen Mann, dessen politische Arbeit nicht ohne persönliches Risiko ist. Sie braucht alle Energie, das schwer erkrankte Baby über Dyspepsie und Kinderlähmung hinweg zu retten. Vom täglichen Kampf um Essensration und warme Kleidung, um Feuerholz für das Zimmer, von ihrer Arbeit als Ärztin und der Stimmung unter der Bevölkerung erzählen offenherzige und bezaubernde Briefe (die man vorsichtshalber Boten mitgab, denn Deutsch war die Sprache des Feindes)...
Erinnerungen eines Kombinatsdirektors und Ministers
Buchvorstellung mit dem Autor Hans-Joachim Lauck

Er war ein Mann mit großem Einflussbereich: Als Generaldirektor des Qualitäts- und Edelstahlkombinats dirigierte Hans-Joachim Lauck das Zusammenspiel von mehr als 40 Betrieben, in denen bis zu 220.000 Arbeiter und Angestellte über ein Viertel der industriellen Warenproduktion der DDR erwirtschafteten – und schätzte dabei den Kontakt zu seinen Stahlwerkern. Im Blaumann und mit dem Helm auf dem Kopf erfragte er Arbeitsabläufe, fing Stimmungen ein und suchte stets nach neuen Ideen. Lauck schritt voran, mischte sich ein und kämpfte: für sein Werk, für das Kombinat und für den gesamten Industriezweig. Als einer der ersten ostdeutschen Wirtschaftslenker gibt er nun Einblick in technische und politische Zusammenhänge – und zieht rigoros Bilanz.
Berliner Buchpremiere mit dem Autor Thomas Wagner

Google, Facebook, Twitter und Co. sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Internetkonzerne sind so mächtig geworden, dass ihre Chefs von demokratisch gewählten Regierungen wie Häupter souveräner Staaten behandelt werden. In seiner Streitschrift erläutert Thomas Wagner, wie es dazu kommen konnte. Die Dynamik der Digitalwirtschaft begünstigt die Herausbildung von Supermonopolen. Wie kann deren ständig wachsende Macht gebändigt werden? Eine demokratische Neuausrichtung der technologischen Entwicklung ist notwendig, damit die gerade erst begonnene Digitalisierung ihr Befreiungspotenzial entfalten kann, statt in der Sackgasse einer ökonomischen wie politischen Datenknechtschaft zu enden.