Tageskonferenz


Referenten:
Gretchen Binus,
Vladimiro Giacché,
Wladislaw Hederer,
Volker Külow
Arnold Schölzel (jW)


Eine Konferenz in Kooperation mit der Marx-Engels-Stiftung

Eintritt: 10,00 €

ermäßigt: 7,00 €

(inklusive Imbiss)

 
Grenze und Grenzregime der DDR

Buchpremiere u. a. mit dem Herausgeber Hans Bauer

Die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten war keine normale. Als Ostgrenze der NATO und Westgrenze des Warschauer Vertrages stellte sie neben der Staats- auch eine Bündnisgrenze dar. Was dort geschah, wurde im Wesentlichen in Moskau und in Washington, von den Führungsmächten der beiden Militärbündnisse, entschieden.

Wenn über 25 Jahre deutsche Einheit geredet wird, kann nicht über diese Grenze geschwiegen werden. Im Buch äußern sich Völkerrechtler, Militärs, Historiker sowie Beteiligte und Betroffene. Sachkundig und informativ antworten sie auf alle Fragen, die man zu diesem politischen Bauwerk stellen kann und muss.

 

Buchpremiere mit den Autoren Ralf Rudolph und Uwe Markus

Der Krieg in Syrien wütet nun schon fünf Jahre. Was als Bürgerkrieg begann, hat sich mittlerweile zu einem klassischen Stellvertreterkrieg entwickelt. Auf syrischem Boden tragen unterschiedliche externe Akteure ihre geostrategischen Interessenkonflikte aus.

Saudi-Arabien und Katar, die Türkei und der sogenannte Islamische Staat, der Iran, die libanesischen Hisbollah-Milizen, die Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich sind ebenso wie Syriens langjährige Schutzmacht Russland militärisch in den Konflikt involviert.

Was von außen wie eine Ansammlung sich überlagernder politischer und religiöser Widersprüche aussieht, erweist sich bei genauerer Betrachtung als Verschleierung langfristig angelegter, ökonomisch untersetzter geopolitischer Strategien.

 
Berliner Buchpremiere mit Florence Hervé

Wasser ist Quelle des Lebens, Grundlage menschlicher Entwicklung. Es ist Ort der Arbeit oder Kunst, der Erholung und der Freizeit, der Auseinandersetzungen und der Utopien. In dem vorgestellten Text- und Bildband werden Frauen in unterschiedlichen Wasserlandschaften vorgestellt, deren Arbeit mit dem Wasser verbunden ist, als Ingenieurin, Umweltschützerin, Unterwasserarchäologin, Gondoliera, Wäscherin, Völkerrechtlerin oder Stadtplanerin. Frauen, die sich vom Wasser inspirieren lassen. Frauen, die Wasser als Abenteuer oder Herausforderung erleben.

Florence Hervé hat über 20 Frauen aus zehn europäischen Ländern aufgespürt und ihre Geschichten in ihrem Buch aufgeschrieben. Mit Fotos von Thomas A.Schmidt.

Eröffnung der traditionellen Ausstellung zum Fotowettbewerb »Blende« der Tageszeitung junge Welt und Preisverleihung.

Auch in diesem Jahr sucht die junge Welt (noch bis Samstag, 29. Oktober), Ihre Einsendungen zum alljährlichen Fotowettbewerb »Blende«. In diesem lauten die Themen: »Gegen die Regeln - Unkonventionell / Ausbruch aus der Norm«, »Doppelt gesehen - Spiegelungen«, »Magie des Alltags«, ergänzt vom Jugendthema: »Lebensgefühl Jugend 2016«.

Zur Ausstellungseröffnung sind alle Freundinnen und Freunde der jungen Welt herzlich eingeladen.

Eintritt frei!
Finissage der Ausstellung „Menschen ich hatte euch lieb“

Fotografien von Horst Sturm

Es spricht: Gabriele Senft

Musik: Carmen Orlet und Hugo Dietrich



 

Berliner Buchpremiere mit dem Herausgeber Erich Hackl

Deutschsprachige Autorinnen und Autoren haben über den Spanischen Krieg geschrieben: eine große, vielstimmige Erzählung

Der Publizist Günther Drommer im Gespräch mit Herausgeber Erich Hackl

Lesung: Anja Panse (Schauspielerin und Regisseurin)und Erich Hackl

Im Sommer sind es 80 Jahre her, dass spanische Militärs unter General Franco ihren Putsch gegen die Republik begannen und damit den Spanischen Krieg vom Zaun brachen. Aus diesem Anlass ist die vorliegende Anthologie entstanden. Der Herausgeber Erich Hackl schreibt dazu: »In ein paar Jahren wird niemand mehr da sein, der mit den Ereignissen eigene Erfahrungen verbindet; und wer den ersten langen, erbitterten und am meisten erregenden Abwehrkampf gegen den Faschismus (...)nach- und miterleben will, wird auf die unter dem Eindruck des Geschehens entstandene Literatur angewiesen sein...«

 
Der FILM

Eine Wanderung zwischen den jüdischen Welten

Filmpremiere mit Rolf Becker
Die M&R-Redaktion initiierte im Oktober 2016 eine besondere Begegnung: Esther Bejarano, ehemaliges Mitglied des Mädchenorchesters Auschwitz, und Moshe Zuckermann, Historiker und Kunsttheoretiker, trafen sich zum ersten Mal. Begleitet von ihrem langjährigen Freund, dem Schauspieler Rolf Becker, sprachen sie auf Veranstaltungen in Berlin und Hamburg über ihre jüdischen Erfahrungen mit der untergegangenen Welt der Diaspora, ihr Leben im Täterland und im modernen zionistischen Staat. M&R und jW präsentieren eine Filmdokumentation mit ausgewählten Szenen.

 


Buchvorstellung mit dem Dichter Henry-Martin Klemt

Mit „wurzelland.wo“ schlägt Henry-Martin Klemt das Buch seiner eigenen Geschichte auf. Der mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnete Lyriker spannt in seinem achten Gedichtband auf mehr als 200 Seiten den Bogen vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart. Er begegnet der Madonna auf dem Treck, der nach Westen zieht, seinem Vater auf der Flucht aus der Kriegsgefangenschaft und seiner Mutter beim illegalen Plakatekleben in ihrem Neuköllner Kiez. In volksliedhaften Strophen, im Sonett und im dramatischen Stakkato freirhythmischer Verse zeichnet er Jahre der Kindheit in Schwerin und Berlin nach, beschreibt Lehrjahre und Armeezeit, erste Liebe und erstes Land.




 
– Zehn Jahre junge Welt-Ladengalerie

Samstag, den 07. Oktober 2017, Beginn 18:00 Uhr
mit:

Esther Esche
Nicolas Miquea
Anja Panse
Gina Pietsch
Arnold Schölzel (jW)



u. a. mit Texten von Gonzalo Rojas, Georg Maurer, Eberhard Esche
und Peter Hacks.



 


»AfD. Pegida. Islamhass - Analyse & Gegenstrategien«

Berliner Buchpremiere mit Sascha Staničić und dem Verleger René Kiesel

Bücher machen in unruhigen Zeiten: Der neue Manifest Verlag stellt sich und sein Programm vor

Was heißt es heute angesichts zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung einen marxistischen Verlag zu gründen? Kann im Zeitalter der Smartphones das gedruckte Wort überhaupt noch Erfolg haben?

Als einer der drei Autoren des Buches »Brandstifter« wird Sascha Staničić (SAV-Bundessprecher und Autor des »Anti-Sarrazin«) auf die aktuellen Entwicklungen eingehen und anhand der im Buch gemachten Vorschläge zeigen, dass es bei den Veröffentlichungen des Verlags nicht allein um die Diskussion geht, sondern um das Wirken in und Vorschläge für den Kampf im Hier und Jetzt.

Moderation: Michael Mäde (jW)

Eintritt: 5,00 €/ermäßigt: 3,00 €

Zur Veranstaltung bitten wir um Anmeldung unter mm@jungewelt.de oder 0 30/53 63 55 56
Berliner Buchpremiere mit dem Autor Thomas Wagner

Google, Facebook, Twitter und Co. sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Internetkonzerne sind so mächtig geworden, dass ihre Chefs von demokratisch gewählten Regierungen wie Häupter souveräner Staaten behandelt werden. In seiner Streitschrift erläutert Thomas Wagner, wie es dazu kommen konnte. Die Dynamik der Digitalwirtschaft begünstigt die Herausbildung von Supermonopolen. Wie kann deren ständig wachsende Macht gebändigt werden? Eine demokratische Neuausrichtung der technologischen Entwicklung ist notwendig, damit die gerade erst begonnene Digitalisierung ihr Befreiungspotenzial entfalten kann, statt in der Sackgasse einer ökonomischen wie politischen Datenknechtschaft zu enden.

 

Dienstag, den 11. September 2018, Beginn 19:00 Uhr
Zur Eröffnung der Gemeinschaftausstellung mit Fotografien von Gabriele Senft, Ernest Kaltenegger, Benjamin Renter, Dagmar Rubisch, Alexandre Sladkevich und Andrea Kähler und Jens Schulze
laden wir Sie und ihre Freunde sehr herzlich ein!

Eröffnung: Michael Mäde (jW)

Es spricht: Stefan Huth, Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt

 
Zur Eröffnung der Ausstellung „ Ronald Paris- Syrien 1978“

Zeichnungen und Gouachen“ laden wir Sie und ihre Freunde sehr herzlich ein.

Eröffnung: Michael Mäde

Es spricht: Peter Michel - Kunstwissenschaftler

 

Zur Eröffnung der Ausstellung Frühe Druckgrafik von Arno Mohr 1947- 1955

laden wir Sie und ihre Freunde sehr herzlich ein.


Eröffnung: Michael Mäde (jW)

Es spricht: Andreas Wessel (Herausgeber des Werkverzeichnisses der Druckgrafik von Arno Mohr)

Musik: Annegret Enderle


Ausstellung vom 12.04.2018 – 12.06.2018

Menschenrechtsarbeit in Zeiten von Migration und Anti-Terrorismus

Buchvorstellung mit dem Autor Eberhard Schultz

Unter dem Vorwand der Bekämpfung von Terrorismus hat sich eine besondere Form des Rassismus immer deutlicher auch in den Institutionen festgesetzt. Die kritische Dokumentation zahlreicher Fälle auf der Grundlage jahrzehntelanger Anwaltspraxis macht deutlich: Eine wesentliche Rolle spielt dieser »institutionelle Rassismus« in der heute vorherrschenden Form antimuslimischer Ressentiments, die in der politischen Klasse, in der Mitte der Gesellschaft, bei selbsternannten Eliten und am rechten Rand wuchern. Brandanschläge, Todesdrohungen und Gewalttaten sind nur die sichtbaren Zeichen einer gefährlichen Entwicklung unserer Demokratie.
2018 wird ein Jahr entscheidender Weichenstellungen in Venezuela. In erster Linie sorgt dafür die anstehende Präsidentschaftswahl, bei der sich Staatschef Nicolás Maduro im Amt bestätigen lassen will. Zum anderen harren nach wie vor viele Probleme des südamerikanischen Landes einer Lösung, während die Aggression aus den USA und der EU unvermindert anhält. Die Frage, wie der revolutionäre Prozess in Venezuela fortgesetzt werden soll, wird auch im Land selbst kontrovers diskutiert. Wir freuen uns deshalb, wichtige Vertreter der bolivarischen Bewegung in Berlin begrüßen zu können, die als Delegation an der XXIII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz teilnehmen.

Moderation: André Scheer (jW)

 



Gelesen von der Schauspielerin und Regisseurin Anja Panse

Einführung: Evelin Wittich

Vor einhundert Jahren wurde Rosa Luxemburg wegen gefährlicher Wehrkraftzersetzung inhaftiert. In ihrer Haftzeit entstanden heimlich Briefe an Sonja Liebknecht und Mathilde Jakob, die als Briefe aus dem Gefängnis in die Geschichte eingingen. Sie sind Zeugnisse ihrer politischen Entschlossenheit und ihrer Fähigkeit, persönliches Leid zugunsten einer höheren Idee zu ertragen.
Der Mensch Rosa Luxemburg nimmt hier in seinen vielen Facetten Gestalt an. In den Texten leuchtet derber Humor auf, gefolgt von resignativen Passagen von schwereloser Weisheit. Die Briefe zählen in Poesie und Wort zum Besten, was Rosa Luxemburg geschrieben hat.

 

Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952

Buchvorstellung mit der Autorin Monika Melchert

Vierzehn Jahre hatte die Schriftstellerin Anna Seghers im Exil verbracht. Im Frühjahr 1947 kehrte sie nach Berlin zurück, eine Unbekannte, von deren Welterfolg Das siebte Kreuz hier niemand wusste. Sie kam nicht nur in ein zerstörtes Land, sie kam, wie sie fand, auch in ein fremdes Land. Und sie war ganz allein, der Mann noch in Mexico City, die beiden Kinder in Paris. Sie fühle sich, schrieb sie an Freunde in aller Welt, wie in die Eiszeit geraten, so kalt undversteinert komme ihr alles vor. Wärme spendeten nur die Gefährten: Helene Weigel und Bertolt Brecht, die Schauspielerin Steffie Spira, die Schriftstellerfreunde Jeanne und Kurt Stern und Berta Waterstradt. Und Halt gab auch die Arbeit...

 
Buchpremiere mit Vera Friedländer

Vera Friedländer ist 88 und eine der letzten lebenden Zwangsarbeiterinnen aus der Nazizeit. Als 16Jährige musste sie Schuhwerk für die Salamander AG in Berlin sortieren, das einer »Weiterverwertung« zugeführt wurde: Es handelte sich, wie sie später erfuhr, um die Schuhe in Auschwitz und anderen Lagern Ermordeter. Jahrzehnte nach dem Krieg begann Vera Friedländer, ihre eigene Biografie und die Betriebsgeschichte der Salamander AG zu erforschen und aufzuschreiben. So erfuhr sie, dass sie einst für einen der größten Profiteure des Naziregimes gearbeitet hatte. In ihrem berührenden Text erinnert sie sich ihrer und der Vergangenheit des Schuhkonzerns aus Kornwestheim, der diesen Teil der Betriebsgeschichte verdrängen wollte. Entstanden ist ein spannendes und sehr bewegendes Buch.

 

Veranstaltungsreihe zum 90. Geburtstag von Peter Hacks:

Szenische Lesung des Dramoletts »Die Höflichkeit der Genies«
mit Anja Panse und Esther Esche

Einführung: Kai Köhler (Autor und Herausgeber)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung



 

Gedichte und Prosa von Georg Weerth, dem »ersten Dichter des deutschen Proletariats« (Friedrich Engels)

Lesung mit dem Schauspieler Rolf Becker
 
«Deutschland ist in der Tat das humoristischste Land von der Welt, aber ich versichere Ihnen, daß einiger Mut dazu gehört, um sein Publikum aufzusuchen. Jetzt schreiben! Wofür? Wenn die Weltgeschichte den Leuten die Hälse bricht, da ist die Feder überflüssig.« (Georg Weerth an Heinrich Heine, 1851)

Georg Weerth (1822-1856) machte in jungen Jahren Bekanntschaft mit Friedrich Engels und Karl Marx, schloss sich der Arbeiterbewegung an, deren Weltbild sich in seinen Gedichten widerspiegelt.

 

Dienstag, den 27. Februar 2018, Beginn 19:00 Uhr
Berliner Buchpremiere: Larissa Reissner, »Oktober«

Lesung mit Jennipher Antoni
Einführung: Gisela Notz (Publizistin)

Larissa Reissner ist erst 22, als in Russland 1917 die Oktoberrevolution beginnt. Geprägt von den sozialistischen Ansichten ihres Vaters, des Rechtsprofessors Michael Reissner, betätigte sie sich von Jugend an als Schriftstellerin, auch für revolutionäre Magazine, unter anderem unter der Ägide von Maxim Gorki. Nach der Revolution wird Reissner die erste Kommissarin der Roten Armee und kämpft gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem sowjetischen Flottenkommandeur Fjodor Raskolnikow, gegen die reaktionären Kräfte der »weißen« Armee. Sie schreibt auf, was sie an der Front erlebt, in einem reichen, lebendigen Stil, der aufgrund der lebensgefährlichen Ereignisse oft in ein und demselben Satz zwischen Ironie und Dramatik wankt, zwischen Hoffnung und Zynismus...

 
Gesellschaft des Spektakels, Krise, Krieg

Berliner Buchpremiere mit dem Autor Domenico Losurdo

Die Versprechen des Jahres 1989 auf eine Welt im Zeichen von Wohlstand und Frieden sind nicht in Erfüllung gegangen. Die Finanzkrise vergrößert auch in entwickelten Ländern das Massenelend und verschärft die soziale Ungleichheit derart, dass es dem großen Geld ermöglicht wird, die politischen Institutionen zu kapern. Auf internationaler Ebene folgt ein »kleiner Krieg« auf den anderen, der allerdings im jeweils betroffenen Land zehntausende Tote mit sich bringt. Darüber hinaus zeichnet sich am Horizont die Gefahr größerer Konflikte ab, die sogar die Schwelle zum Atomkrieg überschreiten könnten. Mehr denn je wird deutlich, dass eine Oppositionskraft notwendig ist: Unglücklicherweise glänzt die Linke im Westen durch Abwesenheit. Wie lässt sich das erklären?

Moderation: Arnold Schölzel (jW)
Pietschs 19. Brecht-Abend

Premiere des neuen Programms von Gina Pietsch und Christine Reumschüssel

Eintritt: 6,00 €/ermäßigt: 4,00 €

Um Anmeldung zur Veranstaltung unter 030/53 63 55- 56 oder mm@jungewelt.de wird gebeten.Donnerstag, den 18. Februar 2016, Beginn 19:00 Uhr
Buchvorstellung mit der Autorin Tanja Petrović

Die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien gehört bei vielen Bürgerinnen und Bürgern seiner Nachfolgestaaten nicht mehr zu ihrer eigenen biographischen Erfahrung. Dennoch füllen die Abhandlungen darüber eine ganze Bibliothek. Woher rührt das große Interesse an diesem untergegangenen Staat? Dieser Frage geht Tanja Petrović in ihrem Buch »Yuropa« nach.
 

Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, den 02.März 2017 laden wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein.
Ab dem 2. März gestattet die jW-Ladengalerie einen Einblick in die Farb - und Schwarz-Weiß-Welten der Druckgrafiken aus der Sammlung der Tageszeitung junge Welt. Neben einer kleinen Auswahl grafischer Arbeiten von Thomas J. Richter werden weitere einzelne Werke verschiedener DDR-Künstlerinnen und -Künstler gezeigt, u.a. von Willi Sitte, Michael Morgner, Gert Mackensen, Johannes Heisig. Wir zeigen erstmalig auch eine Reihe internationaler Künstler, die an Grafikserien der Tageszeitung junge Welt beteilígt waren.

Eröffnung: Michael Mäde (jW)

Es spricht: Stefan Huth (Chefredakteur der Tageszeitung junge Welt)

Musik: Frauke Pietsch

Ausstellung vom 02.03-20.04.2017


Erich Franke, "Abends an der Druschba – Trasse",1976, Lithografie


Das Scheitern von SYRIZA und seine Konsequenzen
Berliner Buchpremiere mit den Autor Andreas Wehr

Der Wahlsieg von SYRIZA vom Januar 2015 war von großen Hoffnungen begleitet, in Griechenland und in ganz Europa. War damit nicht die Chance für eine grundsätzliche Alternative gegen die von Brüssel und Berlin gerichtete Politik der Austerität gegeben? Mit dem Amtsantritt von Ministerpräsident Alexis Tsipras schien nach langen Krisenjahren das Ende des Martyriums des griechischen Volkes endlich in Sicht. Der Wahlerfolg weckte aber auch große Hoffnungen in anderen Ländern der EU-Peripherie. Mit der Hinnahme der vor allem von der deutschen Regierung diktierten Vereinbarung mit den Gläubigerstaaten im Sommer 2015 ist dieser Aufbruch jäh beendet worden. Die neuen Bedingungen sind noch härter als die vorangegangenen.

Moderation: Arnold Schölzel (jW)
 


Berliner Buchpremiere mit dem Autor Werner Seppmann

Es geht bei der kapitalistischen Verwendungsweise des Computers um mehr als die skandalösen Erfassungs- und Kontrollaktivitäten, denn sie führt zu problematischen Veränderungen in vielen Lebensbereichen: Durch die Verallgemeinerung digitaler Techniken erodieren zivilisatorische Standards, veröden Alltagsbeziehungen und wird ein marktkonformer Lebensrhythmus durchgesetzt. Die Persönlichkeitsstruktur wird durch die „Computer-Praxis“ so umgeformt, dass sie mit der ununterbrochenen Tätigkeit der Märkte und Informationsnetze übereinstimmt...


 


Wie kann die Erfahrung von Migration und Flucht musikalisch verarbeitet werden? Kann die Tonkunst neue Orientierung, neue Verortung, gar eine neue Heimat bieten? Und welche kreativen Möglichkeiten stehen den Neuankömmlingen in der deutschen Kulturszene zur Verfügung? M&R lädt zu einer Gesprächsrunde, in der Musiker und Vertreter von Kulturinstitutionen die musikalischen Dimensionen von Flucht, Migration und Heimat ausloten werden.
Gesprächspartner sind der Deep-Electronic-Musiker Namito, die Dramaturgin und Musikpädagogin Tamara Schmidt und der Labelmanager Jochen Kühling.

Moderation: Susann Witt-Stahl (Chefredakteurin der Zeitschrift M&R)

 
– Letzte Gespräche mit Hans Heinz Holz

Buchpremiere mit Johannes Oehme und Arnold Schölzel

Im Kampf gegen die Nazis gereift, feuert Hans Heinz Holz nach 1945 als politischer Journalist die Kämpfe gegen die Remilitarisierung der BRD und gegen die Notstandsgesetze an. Seine Promotion wird 1951 aus politischen Gründen abgelehnt. 1970 muss seine Berufung als marxistischer Philosophieprofessor nach Marburg von der Studentenbewegung erkämpft werden.
Im Gespräch führt Holz anhand seines Lebenswegs ungezwungen und allgemeinverständlich in dialektische Philosophie und Ästhetik ein und schildert die politischen Kämpfe in Westdeutschland seit 1945 und seine Teilnahme an ihnen als Kommunist und Philosoph.

 
DDR-Staatsanwälte im sozialistischen Rechtsstaat

Buchpremiere mit den Herausgebern Hans Bauer und Gudrun Benser

Dieses Buch befasst sich mit dem Arbeitsalltag von DDR-Staatsanwälten. Aus verschiedenen Generationen, Sachgebieten und Regionen berichten Staatsanwälte als Zeitzeugen über die Vorbeugung und Bekämpfung der Kriminalität in unterschiedlichen Etappen der DDR-Geschichte. Dabei wird deutlich, dass diese Aufgaben zum großen Teil denen eines Staatsanwaltes in der BRD sehr ähnlich waren.

Die Hauptunterschiede waren jedoch, dass die DDR-Staatsanwälte Verantwortung für die einheitliche Gesetzlichkeit im Lande trugen, nicht privates und kapitalistisches Eigentum schützten, sondern Volkseigentum und genossenschaftliches Eigentum sowie Leben, Gesundheit und Eigentum der Bürger vor Schaden bewahrten. Ihr Anliegen war die Nähe zu den Bürgern und zur Wahrheit. Sie fühlten sich vor allem dem Schutz der DDR und der Sicherung des Friedens verpflichtet.Die Staatsanwälte der DDR schützten keinen »Unrechtsstaat«.
Ein Programm zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution mit
Gina und Frauke Pietsch

Die Welt veränderte sich an diesem 7. November 1917, und sie brauchte es. Das fing in Russland an und wurde ein Experiment, das ein Drittel der Erde im Sinne der Unteren und zumeist zu ihren Gunsten anders werden ließ. Das Zusammenbrechen der geschaffenen Realitäten 72 Jahre später ändert daran nichts.

- Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen“

Berliner Buchpremiere

mit dem Autor Werner Seppmann

Es geht bei der kapitalistischen Verwendungsweise des Computers um mehr als die skandalösen Erfassungs- und Kontrollaktivitäten, denn sie führt zu problematischen Veränderungen in vielen Lebensbereichen: Durch die Verallgemeinerung digitaler Techniken erodieren zivilisatorische Standards, veröden Alltagsbeziehungen und wird ein marktkonformer Lebensrhythmus durchgesetzt. Die Persönlichkeitsstruktur wird durch die „Computer-Praxis“ so umgeformt, dass sie mit der ununterbrochenen Tätigkeit der Märkte und Informationsnetze übereinstimmt...

 
Ausstellungseröffnung

Requiem

Menschenbilder von Archi Galentz

Eröffnung: Michael Mäde (jW)

Es spricht: Dr. Peter Michel – Kubstwissenschafter


Ausstellung vom 08.August bis 05.Oktober 2017



 

Dienstag, den 10. Oktober 2017, Beginn 19:00 Uhr
- Irrweg oder Ausweg?

Mit den Autoren Daniel Bratanovic und Sebastian Carlens

Wie steht es um das programmatische Erbe der Oktoberrevolution? Kann der Blick auf das Werk der Bolschewiki etwas anderes sein als nostalgische Verklärung einerseits oder Verdammung andererseits? Ein Chor von renommierten Historikern, die Daniel Bratanovic hier versammelt, beantwortet jenseits aller emotionalen Aufgeregtheiten auf vielschichtige Weise die Frage, ob und, falls ja, wie die Oktoberrevolution und ihre Errungenschaften auch 100 Jahre danach immer noch als Maßstab zum Verständnis gegenwärtiger Krisen dienen können. Die Umstände, mit denen die Bolschewiki konfrontiert waren und für die sie eine Lösung suchten (und nicht immer fanden), herrschen heute – in deutlich anderer Form, im Kern unverändert – erneut...

 



Molières »Menschenfeind« ist ein Muster psychologischer Klarsicht und realistischer Gesellschaftsanalyse. Es glänzt mit komischen und tragikomischen Szenen sowie funkelnden Dialogen, an denen sich schon viele Schriftsteller und Übersetzer versucht haben. In Rainer Kirschs geschmeidig-gedankenreicher Versübersetzung springt der Funke auch in deutscher Sprache über.

Szenische Lesung mit Anja Panse , Friederike Pöschel, Lutz Wessel

Einrichtung: Anja Panse

 



Ausstellung mit Fotografien von Roberto Chile
idel ist Fidel« hat der kubanische Präsident Raúl Castro über diese Fotografien gesagt, die seinen Bruder zeigen, umringt von Massen oder nah im Porträt – historische Momente, sensibel festgehalten vom renommierten Filmemacher und Fotografen Roberto Chile. Von den vielen Bildern wurden nun etwas mehr als 30 für eine Ausstellung ausgewählt, die anlässlich der deutschen Exklusivausgabe des gleichnamigen Fotokatalogs, herausgegeben durch die Tageszeitung junge Welt, in deren Ladengalerie gezeigt werden.

Roberto Chile, 1954 kurz vor der Revolution in Havanna geboren, begleitete den Revolutionsführer als persönlicher Kameramann zwischen 1984 und 2006 quer über die Insel und ins Ausland. An der Seite Castros hat er entscheidende Kapitel der kubanischen Geschichte für das kollektive Gedächtnis filmisch aufbereitet, mit Dokumentationen wie »En el corazón de América« (Im Herzen von Amerika), »De Hanoi a Hiro­shima« (Von Hanoi nach Hiroschima), »Brasil, triunfa la esperanza« (Brasilien, die Hoffnung siegt), »Argentina, Nuevos Aires« (Argenti­nien, Neuer Wind) oder zuletzt »Chávez y Fidel, hasta siempre« (Chávez und Fidel bis in die Ewigkeit). In den letzten Jahren gönnte Roberto Chile seiner gewohnten Filmkamera verstärkt Ruhe und wählte das unbewegte Bild, um entscheidende geschichtliche Momente feszuhalten.

Die historische Leistung Fidel Castros erfüllt Roberto Chile mit Respekt und Bewunderung. Davon zeugen seine Fotografien des Revolutionärs. In besonderer Weise gilt das für die jüngeren Aufnahmen aus den Jahren 2010 bis 2012, die weltweit veröffentlicht wurden. Roberto Chiles Gesamtwerk ist Ausdruck tiefer Verbundenheit mit dem kubanischen Volk und einiges mehr, wie der befreundete Historiker Eusebio Leal einmal andeutete: »Mit ihrem authentischen und überzeugenden Ausdruck bringen seine Bilder eine Welt des Glaubens und der Spiritualität hervor, wahrnehmbar für jene, die, wie Roberto Chile selbst, fähig sind zu lieben.«







 

Zur Ausstellungseröffnung

mit künstlerischen Arbeiten des Grafikzentrums Pankow
am Mittwoch, 14.6.2017 um 19 Uhr,
laden wir Sie und ihre Freunde sehr herzlich ein

Eröffnung:
Michael Mäde (junge Welt)

Es spricht:
Dr. Dagmar Neuland-Kitzerow
(Kuratorin, Museum Europäischer Kulturen – SMB.PK)


Berliner Buchpremiere

mit der Autorin Franziska Lindner

Kontinuitäten und Brüche im geopolitischen Umfeld. Die Bundesrepublik Deutschland und die Russische Föderation verfügen über ausgeprägte bilaterale Energiebeziehungen, die länderspezifische Abhängigkeiten erzeugen und zugleich produktive Kooperationsbedingungen ermöglichen. Diese Beziehungen sind von Konflikten beeinflusst, die sich aus den allgemeinen geopolitischen sowie geoökonomischen Entwicklungen ergeben. Beispielsweise sind die jüngsten US-amerikanischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Energiebereich ein Merkmal wirtschaftlicher und politischer Konkurrenz im Weltmaßstab. Im Kalten Krieg hatten das Röhrenembargo von 1962/63, die Konflikte um die Erdgas-Röhren-Geschäfte ab Mitte der 1970er Jahre, aber auch die westdeutsche Entspannungspolitik Einfluss auf die Kontinuitäten und Brüche in den westdeutsch-sowjetischen Energiebeziehungen. In der jüngeren Vergangenheit spielten ebenso die privatkapitalistischen Transformation Russlands oder die aktuelle Zuspitzung rund um die Ukraine-Krise eine bestimmende Rolle für die Entwicklung des bilateralen Energieverhältnisses.




 

Mustafa Ozer/ReutersEine Geschichte der Linken und der Arbeiterbewegung in der Türkei. Buchpremiere mit den Herausgebern Nick Brauns und Murat Cakir

Die Geschichte der Linken in der Türkei ist hierzulande weitgehend unbekannt – zu Unrecht. Denn nur wenige Länder können auf einen so reichhaltigen Erfahrungsschatz an sozialen Kämpfen zurückblicken: Von Streiks und Fabrikbesetzungen über den Guerillakampf bis zur Gezi-Park-Rebellion im Jahr 2013 und der Bildung von Volksräten in kurdischen Städten. Das von Nick Brauns und Murat Cakir herausgegebene Buch zeichnet erstmals den Werdegang der sozialistischen Linken vom ausgehenden Osmanischen Reich bis in die Gegenwart in Wechselwirkung mit der politischen und sozioökonomischen Entwicklung der Türkei nach.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
Buchmpremiere
mit dem Autor Volker Hermsdorf

Der kubanische Präsident Raúl Castro ist einer der erfolgreichsten Politiker der Gegenwart. Er ist zugleich Revolutionär und heute auch ein geachteter Staatsmann. Der Journalist und Kuba-Kenner Volker Hermsdorf zeichnet den Weg dieses ungewöhnlichen Menschen nach, der als aufsässiger Schüler seine Zeit lieber in den Hütten der Haitianischen Zuckerrohrschläger als in den Jesuitenschulen zwischen den Sprösslingen der wohlhabenden weißen Oberschicht verbrachte. Raúl ging den Weg eines rebellischen Studenten, der sich im mexikanischen Exil mit seinem besten Freund Che Guevara endgültig zum Marxisten-Leninisten entwickelte und wenig später als Guerillaführer in Kuba gegen die Truppen des US-freundlichen Diktators Batista kämpfte...
Umbequeme Zeitzeugen II




Buchpremiere mit den Herausgebern Reinhard Grimmer, Wolfgang Schwanitz




Seit 25 Jahren tobt nun die Erinnerungsschlacht. Die Behauptungen, wie das Leben in der DDR angeblich gewesen sein soll, werden immer alberner und abstruser, die Lügen dreister und die Verdrehungen ständig dümmer.

Es gibt jedoch auch Widerspruch. Noch immer. Menschen, die in der DDR gelebt und gearbeitet, die die »Diktatur« am eigenen Leibe verspürt haben und ihre Weisheiten nicht aus Akten schöpfen müssen, melden sich zu Wort. Sie sind unbequeme Zeitzeugen einzig deshalb, weil sie nicht bestätigen, was der Zeitgeist vorgibt.

In diesem zweiten Band - 2014 erschien der erste dieser Art - berichten einunddreißig ehemalige Bürger der DDR über ihre sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit diesem Staat, den sie als den ihren betrachteten. Und wie etwa das MfS mit ihnen umging oder sie mit ihm.

Moderation: Frank Schumann (Verleger)

Beginn: 19 Uhr
 
Berliner Buchpremiere mit Annette Groth und Norman Paech

In dem gerade erschienenen Band werden der Siedlungsbau, die Situation von Kindern in israelischen Gefängnissen, die massive Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch Checkpoints und Mauer, die Lage in Gaza, die Rolle der UNO und der Abbau demokratischer Rechte in Israel und Palästina erörtert. Beigetragen haben zu dem Buch Autorinnen und Autoren aus Israel, Palästina, den USA und Deutschland. Sie zeigen in den unterschiedlichen Texten die Legitimität des zivilen Widerstands gegen die Verletzung von Völkerrecht und Menschenrechten auf. Das Buch hat zum Ziel, zu einer Versachlichung der emotional aufgeladenen Debatte beizutragen, die gerade in Deutschland oft ohne Faktenkenntnis geführt wird.

Moderation: Stefan Huth (jW)

 
Berliner Buchpremiere mit Ingrid Schiborowski und Anita Kochnochwski

Anfang 1936 gewann bei Wahlen eine linke Volksfront in Spanien die Mehrheit - in der Mitte des Jahres putschten faschistische Militärs gegen diedemokratische Regierung. Es begann ein drei Jahre währender Krieg Die Putschisten erhielten Unterstützung von Hitlerdeutschland und Mussolini-Italien, der Republik eilten Antifaschisten aus vielen Ländern zu Hilfe - darunter auch viele Frauen. Gemeinsam mit den Spanierinnen kämpften sie an den Fronten, in Lazaretten oder in Hospitälern im Hinterland als Krankenschwestern oder als Ärztinnen....Erstmals wurden in jahrelanger Arbeit aus allen zugänglichen Quellen die Namen und Biografien dieser mutigen Frauen ermittelt und zusammengetragen.

Moderation: Frank Schumann (Verleger)
 

«Wir laden Sie und ihre Freunde herzlich ein zur Ausstellungseröffnung der Fotoausstellung »Viva La Habana«.
Im Rahmen der Veranstaltung wird der neue »Viva La Habana«- Kalender 2018 – wieder mit ungewöhnlichen Fotos aus Kubas Hauptstadt – präsentiert.
Eröffnung: Michael Mäde (jW)
Es spricht: Dietmar Koschmieder (jW)
Musik: Tobias Thiele
 


Buchpremiere mit dem Autor Egon Krenz

China – die neue Bedrohung für die europäischen Wirtschaftsmächte? Ein Land, in dem Korruption und Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind? China – die zweitgrößte Wirtschaftsnation unter Führung einer kommunistischen Partei auf dem besten Weg, die Weltmacht USA zu überholen? Land im Aufbruch oder Land des enthemmten Kapitalismus? Diese Fragen beschäftigen auch Egon Krenz. Er kennt China nicht nur aus Zeiten, als er es in politischer Funktion bereiste, sondern ist bis heute regelmäßig zu Gast, zuletzt im Oktober 2017 bei einer wissenschaftlich-historischen Konferenz. Er fuhr, wie jedes Mal, durchs Land, sprach mit Betriebsleitern und Parteifunktionären, mit den neuen Managern der boomenden Industrie, mit Studenten und Bankern, schaute genau hin.

Moderation: Frank Schumann (Verleger)

 

Albert Speers Wohnungsmarktpolitik für den Berliner Hauptstadtbau

Buchpremiere mit der Autorin Susanne Willems

Im Nürnberger Prozess hatte Albert Speer stets geleugnet, an den Deportationen der Juden auch nur in irgendeiner Weise beteiligt gewesen zu sein.
Doch Hitlers Stararchitekt, der »Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt« und seine Mitarbeiter planten die Umgestaltung Berlins zur »Reichshaupstadt Germania« als Mittelpunkt eines großgermanischen Weltreiches mit einer existenzzerstörenden Politik gegen Berlins Juden – und zum eigenen geschäftlichen Vorteil. Susanne Willems, stellt die Systematik der Wohnungsräumungen und Deportationen dar, die Speers Behörde Hand in Hand mit der Gestapo betrieb – ob es um Wohnungen, Grundstücke, Stein- und Rüstungsproduktion oder um Zwangsarbeit und KZ-Ausbau ging.

Moderation: Stefan Huth (jW)


 

Nach sieben Nächten der DDR-Literatur wurde es Zeit, den Horizont zu erweitern. Fortan widmet sich die jW-Ladengalerie an diesem Abend im frühen Herbst der progressiven deutschsprachigen Literatur.

Zum Auftakt stehen die Dichter Christian Geissler und Kurt Bartsch im Mittelpunkt,
gelesen von Jennipher Antoni und Andreas Manz-Kozar.

Im Anschluss liest der Dichter Volker Braun aus seinen neuen Texten.

 
Gerichtsverfahren in der DDR gegen Nazi- und Kriegsverbrecher
Buchpremiere mit den Autoren Dieter Skiba und Reiner Stenzel

Noch immer sitzt man in Deutschland über Nazitäter zu Gericht. Seit über siebzig Jahren. Die Strafverfolgung von Kriegsverbrechern und KZ-Mördern ist inzwischen selbst Geschichte. In Amsterdam wurde sie erforscht. Prof. Rüter und sein Team dokumentierten in 63 Bänden die Strafprozesse in Europa. Mit seiner Unterstützung und in jahrelanger akribischer Arbeit entstand das hier vorliegende Kompendium. Erstmals werden in einem Band sämtliche Ermittlungs- und Gerichtsverfahren gegen Nazi- und Kriegsverbrecher von 1945 bis 1989 in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR aufgelistet, die Tötungsverbrechen betrafen. Beide Autoren arbeiteten seit den 60er Jahren selbst als Ermittler.

Moderation: Arnold Schölzel (jW)

 
BARBARA THALHEIM - Künstlerin, Intellektuelle, Gewerkschafterin

Die Sängerin und Komponistin zu Gast in der Ladengalerie der jungen Welt: Sie singt, erzählt und diskutiert. Die Veranstaltung findet im Rahmen einer Kooperation der ver.di-Zeitschrift KUNST+KULTUR und Melodie und Rhythmus statt.

Moderiert wird der Abend von Burkhard Baltzer, Chefredakteur der KUNST+KULTUR

 

 Ausstellungseröffnung mit Fotografien von Horst Sturm
 
»Menschen ich hatte euch lieb, seid wachsam!«, mit diesen Worten endet der letzte der Zettel, auf denen der tschechische Publizist Julius Fucik seine »Reportage unter dem Strang geschrieben« aus dem Prager Gefängnis der faschistischen Mörder schmuggeln konnte.
In den Bildern Horst Sturms, der über vier Jahrzehnte dabei war, mit Kamera und Herz die Menschen für den Aufbau des friedlichen Deutschland zu ermutigen, findet sich diese tiefe Liebe zu den Menschen wieder.
Diese Ausstellung, die auch einige seiner weniger bekannten Bilder aus der Geborgenheit der Archive ins Licht der Öffentlichkeit führt, ist eine helle Hommage an den im Dezember 2015 im 92. Lebensjahr verstorbenen großartigen Fotografen."
 



Berliner Buchpremiere mit der Autorin Florence Hervé

Weitgehend unbekannt ist, dass es auch im von der Wehrmacht besetzten Frankreich ein deutsches Konzentrationslager gab: Das im Elsass gelegene Struthof – Natzweiler, ein Ort grausamer Verbrechen, der zugleich Führungszentrum für Nebenlager und Außenkommandos vor allem in Südwestdeutschland war. Zehntausende rassisch und politisch verfolgte Nazigegner und Widerstandskämpfer aus vielen Ländern Europas wurden in diesem Lagerkomplex gequält und durch Zwangsarbeit brutal ausgebeutet, 22.000 von ihnen wurden ermordet. Das Buch ist durchgängig zweisprachig (deutsch/französisch). Es stellt das Lagersystem dar und erklärt dessen Besonderheiten. Außerdem enthält es zahlreiche eindrucksvolle Fotografien von Martin Graf.

Moderation: Stefan Huth (jW)

Eintritt: 5,00 €/ermäßigt: 3,00 €

Um Anmeldung zur Veranstaltung unter 0 30/53 63 55-56 oder mm@jungewelt.de wird gebeten

Mittwoch, den 24. Februar 2016, Beginn 19:00 Uhr

Gina Pietsch (voc) und Dietmar Ungerank (git)

in Liedern und Geschichten von unten und oben
von Himmel und Erde
die Weihnacht betrachtend

Fußend auf der Titelgeschichte von Wolfgang Borchert wird gesungen und erzählt, in mehreren Sprachen und Dialekten, von dieser alten guten Geschichte, die in Bethlehem begann, in der Stadt, die übersetzt, »Haus des Brotes« bedeutet, dort, wo er geboren wurde an Heilig Abend, dieser sanfte »Revolutionär«, der die Liebe predigte, bis er »aufs Kreuz gelegt wurde«, und der eine Hoffnung auf Friede und Wohlgefallen blieb, für viele.

Eintritt: 5,00 €/ermäßigt: 3,00 €

Um Anmeldung zur Veranstaltung unter 0 30/53 63 55-56 oder mm@jungewelt.de wird gebeten

 

Am 25. Februar 2017 feiern wir im Kino International in Berlin das 70jährige Bestehen der Tageszeitung junge Welt. Wir blicken zurück – Zeitzeugen werden sprechen, Fotos, Filme und andere Dokumente gezeigt. Und es wird nach vorn geschaut. Durch die Revue (ver-)führt uns die Sängerin und Schauspielerin Gina Pietsch, begleitet wird sie dabei von ihrer Tochter Frauke, selbst Sängerin und Pianistin.

Der berühmte uruguayische Liedermacher Daniel Viglietti gibt ein exklusives Konzert. Der Schauspieler Rolf Becker, mit dem Viglietti seit seiner Zeit im europäischen Exil ein enge Freundschaft verbindet, rezitiert und erläutert dessen Liedtexte auf seine ihm eigene unnachahmliche Weise.

 
Veranstaltungsreihe zum 90. Geburtstag von Peter Hacks:

Politische Schriften von Peter Hacks

Buchvorstellung mit dem Herausgeber Heinz Hamm

»Sie wundert mein Optimismus? Ich schlage mich, ganz wie jeder andere Mensch auch, auf die Siegerseite. Der Kapitalismus hat doch nicht die geringste Überlebenshoffnung.«

Mit seinen Theaterstücken und Gedichten verstand es Peter Hacks, sich ins gesellschaftliche Leben einzumischen. Aber auch mit Pamphleten, Briefen und Essays meldete sich der Dichter und entschiedene Optimist zu Wort: Er kritisierte Kollegen, polemisierte gegen politische Verzweiflung und trug die Aufklärung auf der Zunge. Das Buch versammelt politische Texte aus 40 Jahren, die in der Werkausgabe fehlen, aber auch unveröffentlichte Dokumente aus dem Nachlass. Es zeigt Peter Hacks als politischen Denker, der die Idee einer vernünftig eingerichteten Welt dem Niedergang entreißt.

Moderation: Ronald Weber (jW)

 
Zu Ehren Peter Weiss

Szenische Lesung

mit der Schauspielerin und Regisseurin Anja Panse
und der Schauspielerin Friederike Pöschel





 




Zur Eröffnung der Ausstellung »Live now – Art & Culture in Palestine« laden wir Sie und ihre Freunde sehr herzlich ein.

Eröffnung: Michael Mäde (jW)
Es spricht: Wolfgang Sréter (Autor und Fotograf)

Mit Gedichten und Spoken Word von Faten El-Dabbas (Slam Poetin)

Ausstellung bis 28.2.2017
Programm zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution!

Das Porträt einer starken Frau. Als Kommunistin gutbürgerlicher Herkunft engagierte sich Alexandra Kollontai, die eine glühende Feministin war, für die Rechte der Arbeiterinnen in einer sozialistischen Gesellschaftsordnung, sprach fließend Russisch, Finnisch, Französisch, Englisch und Deutsch. Unter Lenin war sie die weltweit erste Ministerin, sie wird Kommissarin für Volksfürsorge setzte sie sich für das Recht auf Abtreibung, Scheidung, Volksküchen sowie die kollektive Kindererziehung ein...

Es lesen: Claudia Maria Franck und Rike Eckermann

Bildgestaltung, Idee und Einrichtung, Texte: Rike Eckermann

 
Buchvorstellung mit dem Autor Bernd Langer

In den 1980er Jahren wird die Gruppe »Kunst und Kampf« (KuK) mit der Gestaltung von Plakaten in der antifaschistischen Bewegung bekannt. Das Projekt verfolgt einen kollektiven Ansatz, der jedoch immer auch individuelle Züge trägt.
Bernd Langer, Protagonist dieser Idee, legt nun eine Gesamtbetrachtung von fast 40 Jahren antifaschistischer Kunst in der Bundesrepublik vor.

Das Buch streift dabei die Geschichte der Jugendzentrumsbewegung, erzählt von den Autonomen und der Antifa, von umgestürzten Denkmälern, spektakulären Demonstrationen, der Herstellung von illegalen Plakaten und Zeitungen und warum die Doppelfahnen der Antifaschistischen Aktion heute von links gegen rechts wehen.

Dienstag, den 16. Mai 2017, Beginn 19:00 Uhr
Buchpremiere: »Die Geschichte der 1. Motorisierten Schützendivision«

Nachdem die Volkskammer der DDR 1956 den Aufbau eigener Streitkräfte beschlossen hatte, wurde als erster militärischer Verband die 1. Mechanisierte Division (später 1. MSD) aufgestellt. Ihre Geschichte (und Vorgeschichte) spiegelt alle wichtige Entwicklungsetappen der Nationalen Volksarmee und deren Charakter als der bisher einziger deutscher Friedensarmee wieder. Im Kalten Krieg gab es für die Angehörigen der Division mehr als einmal Gelegenheit, Kriegstreibern in den Arm zu fallen.

Es ist das Verdienst von Dr. Klaus Froh, dies in seinem zur Divisionsgeschichte vorgelegten Buch authentisch belegt zu haben. Mit ihm diskutieren Jürgen Heinrich (Grundwehrdienst 1967 -1969) und Generalleutnant a. D. Horst Zander (Divisionskommandeur 1975–1978).

 
Zwanig Kapitel zu zwölf Jahren deutscher Geschichte

von Kurt Pätzold

Buchpremiere mit Manfred Weißbecker und Arnold Schölzel

Der marxistische Historiker Pätzold hat sich am Ende seines Lebens überwunden und sich bei diesem Thema auch selbstkritisch befragt. Es geht um Mitläufertum, um die Stützen der Nazidiktatur, den auch "das Volk" war Träger und Nutznießer dieses Systems. Es waren nicht nur Naivität, Gutgläubigkeit, Irrtum, Dummheit, Täuschung, Betrug und Raffinesse im Spiel. Was also ist da passiert? "Was ist die Volksstimmung?", fragte Victor Klemperer am 30. August 1940 in seinem Tagebuch. "Das unlösbare Rätsel." Pätzold versucht es zu lösen.



 

Eine völkerrechtlich-politologische Inventur

Buchpremiere mit dem Autor Gregor Schirmer

Deutschland in den Grenzen von 2017 ist nicht das Deutschland in den Grenzen von 1937 oder 1871. Nicht zuletzt wegen der vom deutschen Imperialismus losgetretenen Kriege haben sich das Territorium des Staates und damit seine Grenzen wiederholt verändert. Schirmer untersucht die vergangenen 200 Jahre, forscht nach den Voraussetzungen und Grundlagen. Den Staats- und Völkerrechtler interessieren natürlich besonders die rechtlichen Umstände und Regeln. Es ist eine kurze, verständliche und hilfreiche Ab­hand­lung insbesondere für jene, die der Auffassung sind, dass die Bundesrepublik Deutschland schon immer so ausgeschaut hat, wie sie in den Karten seit 1990 eingetragen ist. Oder für solche, die glauben, dass die Geschichte so laufen musste wie sie lief.

 

Donnerstag, den 20. September 2018, Beginn 19:00 Uhr

Geschichten von Armut und Ausgrenzung

Berliner Buchpremiere mit der Schauspielerin Bettina Kenter-Götte

Eine Stimme gegen die unerträglichen Lobpreisungen des hartzgrausigen Sozialabbaus, dessen Folgen bereits überall erkennbar sind: Spaltung der Gesellschaft, Niedriglöhne, Kinder- und Altersarmut und zunehmende Obdachlosigkeit.
Ein Aufruf zum Hartz-IV-#metoo, ein Bericht aus der Schreckenskammer der Gesellschaft.

»Heart's Fear« ist nicht nur ein Buch über Armut und Machtmissbrauch, es ist auch ein Frauenbuch, denn Armut ist vor allem weiblich.

Moderation: Alexander Reich (jW)

Psychoanalyse, Emanzipation und Israel

Berliner Buchpremiere

mit dem Autor Moshe Zuckermann

Die Psychoanalyse Sigmund Freuds (1856–1939) ist mehr als ein Instrumentarium zur Erforschung der menschlichen Seele. Sie ist ein wichtiges Werkzeug, um politische und gesellschaftliche Phänomene zu analysieren.
Doch die politische Weiterentwicklung von Freuds Theorien, wie sie vor allem die Frankfurter Schule betrieb, geriet zunehmend in Vergessenheit. Der israelische Soziologe, Historiker und Philosoph Moshe Zuckermann zeigt anhand der in diesem Buch versammelten Essays, wie aktuell die Anwendung der Freud’schen Erkenntnisse für die Untersuchung politischer Ereignisse ist.


 
Berliner Buchpremiere mit dem Autor Heinz- Jürgen Schneider

Nachkriegsdeutschland im Sommer 1948.
Die Währungsreform ist in den Westzonen erfolgreich durchgeführt und soll ein Wirtschaftswunder schaffen. Doch 20 Millionen der neuen Deutschen Mark waren vor der Verteilung verschwunden. Letzter Schlag der großen Schwarzmarktschieber? Subversive Aktion des sowjetischen Geheimdienstes? Ein Insiderjob von an der Operation Bird Dog Beteiligter? Alliierte Ermittler und deutsche Polizisten beginnen gemeinsam die Jagd nach Geld und Täter.
Dann sterben Menschen….

 
Buchvorstellung mit Volker Hermsdorf (Journalist und jW-Kuba-Korrespondent), einer der Autoren des von mediCuba-Suisse herausgegebenen Buches, mit anschließender Diskussion

Während wohlhabende Industrienationen die Gesundheitsleistungen für die Bevölkerung reduzieren und zu einer Zwei-Klassen-Medizin zurückkehren, steht Kuba für einen anderen Weg. Die sozialistische Karibikinsel garantiert seit dem Erfolg der Revolution nicht nur die kostenlose Versorgung der eigenen Bürger, sondern schickt auch medizinisches Personal in die Krisengebiete zahlreicher Länder. Kubanische Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger bekämpften als erste die Ebola-Epidemie in Westafrika und den Cholera-Ausbruch in Haiti nach dem schweren Erdbeben von 2010. Darüber hinaus hat Kuba an der im Jahre 1999 gegründeten »Lateinamerikanischen Schule für Medizin« (ELAM) bisher schon mehr als 30.000 Studierende
aus 103 Ländern, darunter auch Stipendiaten aus den USA, zu Ärztinnen und Ärzten ausgebildet.

Moderation: André Scheer (jW)

 

Donnerstag, den 26. Oktober 2017, Beginn 19:00 Uhr


Die AfD ist ein Phänomen. Aber ist sie auch eine unerklärliche Erscheinung? Gegründet von rechtskonservativen, nationalistischen Herren, von denen viele einen Professorentitel tragen, scheint sie nunmehr, unter Missbrauch der Verarmten und Abgehängten sowie prekarisierten Mittelschichten, die meinen, »denen da oben« eins auswischen zu können, massenkompatibel zu sein. Mittlerweile ist sie in 13 Landtagen und im Bundeatag vertreten. »Wehret den Anfängen!« klärt und deckt auf. Es analysiert fundiert die Quellen, Personen und Ziele der AfD, weist ihre Verbundenheit zum Kapital nach und verdeutlicht ihr Ansinnen, die nationalkonservative Linie in Deutschland fortzusetzen.

Buchpremiere mit den Autorinnen Johanna Scheringer-Wright (MdL/ Die Linke), Ellen Brombacher und dem Verleger Ullrich Jeschke.

Moderation: Michael Mäde (jW)

 

Nach mehr als 50 Jahren bewaffnetem Kampf wollen sich die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP) im Mai als legale Partei konstituieren. Sie verstehen sich weiter als Revolutionäre, wollen nun jedoch ohne Waffengewalt für ein neues Kolumbien eintreten.
Im vergangenen Jahr besuchte das Colectivo Viktoria führende Comandantes der FARC-EP in Havanna, dem Schauplatz der Friedensverhandlungen mit der Regierung. Er befragte die Guerilleros über ihre Zukunftsvorstellungen und Ziele. Herausgekommen ist ein eindrucksvoller Dokumentarfilm!

Wir zeigen den Film »Die FARC-EP sprechen« im spanischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln.

Anschließend steht Guillermo Quintero, der an der Produktion des Films beteiligt war, zur Diskussion bereit.

Einführung und Moderation: Andre Scheer (jW)

 
Ursprung, Aufstieg und Niedergang einer guten Idee

Buchpremiere

mit dem Autor Herbert Graf

Es pfeifen nicht nur die Spatzen von den Dächern: Die Demokratie liegt im Argen. Warum das aber so ist, wird selten untersucht. Meist beschränkt sich die Analyse auf die Beschreibung der Symptome. Herbert Graf hat intensiv wie kaum ein Wissenschaftler vor ihm Geschichte und Gegenwart des Demokratiebegriffs untersucht und kommt zu bemerkenswerten Erkenntnissen....

Moderation: Frank Schumann (Verleger)

 
Eine politische und philosophische Geschichte

Berliner Buchpremiere mit dem Autor Domenico Losurdo

Klassenkampf ist nicht nur der Konflikt zwischen Lohnarbeit und Kapital. Wenn Marx von Irland spricht, zu seiner Zeit eine Kolonie Großbritanniens, merkt er an, dass hier die »soziale Frage« als »nationale Frage« auftritt. Und nach Engels fällt »die erste Klassenunterdrückung mit der des weiblichen Geschlechts durch das männliche« zusammen. Es geht also um drei große Klassenkämpfe, dazu bestimmt, die Arbeitsteilung sowie die Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse – auf internationaler Ebene, in einem einzelnen Land, innerhalb einer Familie – radikal in Frage zu stellen. Zur Erklärung der Umwälzungen im Übergang zum 21. Jahrhundert erweist sich die Theorie des Klassenkampfs als schlüssiger denn je.

 





Buchpremiere mit dem Autor Volker Hermsdorf


Die Annäherung von USA und EU an deren bisherigen Erzfeind Kuba weckt Hoffnungen, aber bei den Freunden Kubas auch Befürchtungen und verleitet zu Spekulationen. Nach »Amboss oder Hammer« führt Volker Hermsdorf seine Gespräche über Kuba fort und diskutiert politische, militärische und geheimdienstliche Aspekte mit kompetenten Gesprächspartnern: Hans Modrow, vorletzter Ministerpräsident der DDR, Politiker und Vorsitzender des Ältestenrates der Partei »DIE LINKE« Fritz Streletz, Generaloberst a.D., Stellvertretender Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Chef des Hauptstabes der NVA Klaus Eichner, Chefanalytiker im Bereich Auswertung und Analyse des MfS, spezialisiert auf Geheimdienste der USA
 
Buchpremiere mit dem Autor Reinhard Lauterbach

Dass sich die Krise der Sowjetunion in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre bis zum Zerfall des Staates steigerte, hat niemand vorhergesehen. Dass es dazu kam, ist die Leistung der letzten Führungsriege der KPdSU mit Michail Gorbatschow an der Spitze. Sie hatte gelernt, am Kapitalismus dessen Effizienz zu schätzen. Was da so effizient ablief, interessierte weniger. So schien es nahezuliegen, die Schwächen des eigenen Systems durch die erst schrittweise, dann vollständige Übernahme des anderen zu beheben. Dass das nicht klappen konnte und das nachsowjetische Russland kein kapitalistischer Staat wie alle anderen wurde, braucht niemanden zu wundern.


Buchpremiere mit dem Autor Herbert Graf

Es pfeifen nicht nur die Spatzen von den Dächern: Die Demokratie liegt im Argen. Warum das aber so ist, wird selten untersucht. Meist beschränkt sich die Analyse auf die Beschreibung der Symptome. Herbert Graf hat intensiv wie kaum ein Wissenschaftler vor ihm Geschichte und Gegenwart des Demokratiebegriffs untersucht und kommt zu bemerkenswerten Erkenntnissen....

 

Buchpremiere mit Gisela Steineckert

Eines schönen Tages ... So beginnen Geschichten, Erinnerungen. In Gisela Steineckerts neuem Buch sind es Geschichten über Freunde, Kollegen, Wegbegleiter, sind es Erinnerungen an Begegnungen, Gespräche, gemeinsames Arbeiten und Streiten. Manches war prägend: die junge Autorin im Gespräch mit dem Altmeister Arnold Zweig etwa. Oder ein Stück gemeinsamen Weges mit der Schriftstellerin Irmtraud Morgner in jener Zeit, als Frauen einen neuen Ton in die Literatur einbrachten. Die Freundschaft mit Peter Edel, dem Holocaustüberlebenden und Mahner. Begegnungen, die zu eigener Positionierung führten und noch im Abstand von Jahren Impulse geben, Zeit und Leben am Blick des anderen messen ...

Moderation: Arnold Schölzel (jW)

Berliner Buchpremiere mit dem Autor Jürgen Schneider

Eines Morgens wird Ole Frei, ein linker Journalist und Netzaktivist aus Hamburg, vom Bundeskriminalamt verhaftet. Der Vorwurf: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Er soll einen Sprengstoffanschlag auf eine Firma verübt haben, die Software für Polizei und Geheimdienste herstellt. Am Nachmittag sitzt er in einer Zelle. An dem Vorwurf ist kaum etwas dran. Er will sich wehren. Aber er ist ein Gefangener...
Ein spannender politischer Kriminalroman. Nicht aus Absurdistan, sondern aus dem heutigen Deutschland.

Moderation: Claudia Wangerin (jW)


 
»Mein 68«

– Ein verspäteter Brief an meinen Vater –

Filmvorführung und Diskussion mit dem Autor Hannes Heer

Eine Auseinandersetzung über die Protestbewegung von 1968, zu deren Aktivisten der Autor zählte. Der Film erzählt die Geschichte dieser unruhigen Jahre auf ganz persönliche Weise: in Form eines Briefes an den Vater, der den damaligen SDS-Studenten per Brief enterbt und verstoßen hatte.

Moderation: Ronald Weber (jW)

 
Zur Eröffnung der Fotoausstellung »Armut in Deutschland« laden wir Sie und ihre Freunde sehr herzlich ein. Die Ausstellung wird in Kooperation mit R-mediabase – dem Verband für kritischen Bildjournalismus realisiert.

Eröffnung: Michael Mäde (jW)
Es spricht: Prof. Dr. Christoph Butterwegge (Politikwissenschaftler, Universität Köln)

 

Zur Veröffentlichung des ertsen Bandes mit den klassenanalytischen Arbeiten von Werner Seppmann

Kann die Arbeiterklasse noch als politischer Faktor und progressive Veränderungskraft angesehen werden? Trotz der vielfältigen sozialpolitischen Zumutungen in den letzten Jahrzehnten ist von den Lohnabhängigen auf der politischen Bühne als Widerspruchsfaktor nicht viel zu sehen gewesen. Nicht unberechtigt ist der Eindruck, dass selbst die eklatantesten Angriffe auf ihre Interessen diese strukturellen Benachteiligungen von einer Mehrheit als schicksalhaft hingenommen werden. Ist damit die traditionelle marxistische Auffassung vom der Arbeiterklasse als strukturelles Negationsprinzip der bürgerlichen Gesellschaft im Sinne von Marx, Engels und Lenin hinfällig geworden?

Moderation: Arnold Schölzel (jW)

 


Doreen Kähler
r»Sagen von Unirdischen« ist eine Erzählung aus dem Spätwerk der Schriftstellerin Anna Seghers und erschien in der Sammlung »Sonderbare Begegnungen« 1973.

Es ist die Zeit von Reformation und Bauernkrieg; Verwirrung, Not und Angst prägen das Leben. Doch diese unruhige Epoche birgt neue Hoffnungen – ist ein Aufbruch zu einem neuen Bewusstsein. Wie aber äußert sich dieses Neue im Menschen?

Gelesen von der Schauspielerin Doreen Kähler
Einführung: Monika Melchert

Eintritt: 5,00 €/ermäßigt: 3,00 €



Um Anmeldung zur Veranstaltung unter 0 30/53 63 55-56 oder mm@jungewelt.de wird gebeten

Buchvorstellung mit der Autorin Gesine Lötzsch

Gesine Lötzsch ist die Berliner Powerfrau der Partei Die Linke. Seit 2002 sitzt sie im Bundestag und hat als Stellvertretende Fraktionsvorsitzende manche Schlacht geschlagen. Ob im Kampf gegen Schikanen bei der Raumvergabe oder bei der Erfüllung von Wahlkampfversprechen - Gesine Lötzsch hat sich ihren politischen Schneid bis heute erhalten. Für wen der Osten Deutschlands noch immer Ausland ist, wieso jede Zahl im Bundeshaushalt besser frisiert wird als sämtliche Finanzminister zusammen und warum gewisse Parteien über Fußfesseln für ihre Abgeordneten nachdenken sollten, darüber schreibt Lötzsch so heiter wie klug. Entstanden ist ein kurzweiliges Buch, das zum Lachen, Ärgern, aber vor allem zum Nachdenken über Politik in Deutschland anregt.

Moderation: Arnold Schölzel (jW)

 

Donnerstag, den 18. Mai 2017, Beginn 19:00 Uhr

Buchpremiere mit den Herausgebern Volker Hermsdorf, Paula Klattenhoff, Lena Kreymann und Tobias Salin

Was ist eigentlich in Kuba los? Muss man jetzt »noch einmal schnell nach Kuba, bevor sich alles ändert«?
Hier berichten vornehmlich junge Menschen über die Erfahrungen, die sie auf Kuba während ihres Studiums oder ihrer Arbeit gemacht haben. Ausgehend von eigenem Erleben informieren die Autor*innen und beantworten Fragen nach dem Alltag in Kuba, die unvoreingenommene Reisende, so wie an Kuba interessierte Linke bewegen: Wie sind die aktuellen Entwicklungen auf Kuba zu verstehen? Gibt es Rassismus? Wie steht es um die Rechte der Frauen? Wie »frei« ist das Internet? Ökologie und Landwirtschaft, Auswanderung, Arbeit auf Kuba, Meinungsfreiheit und Menschenrechte sind weitere Themen.

 
Buchpremiere mit Werner Großmann und Peter Böhm

Werner Großmann, Nachfolger von Markus Wolf und letzter Chef der Auslandsaufklärung beim Ministerium für Staatssicherheit, reflektiert in einem sehr persönlichen Gespräch mit Peter Böhm sein Leben und berichtet offen auch über Geschehnisse und Hintergründe, die so bisher einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Die Schilderungen des inzwischen 87jährigen ehemaligen Geheimdienstchefs, dessen Autobiografie »Bonn im Blick« 2001 erschien, sind ein zeitgeschichtliches Zeugnis.

Dienstag, den 25. September 2018, Beginn 19:00 Uhr

Gedichte und Lieder von Peter Hacks

Lesung mit Studenten der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«, Berlin

Am Klavier: Jürgen Beyer; Auswahl und Einrichtung: Kerstin Hensel

Vortrag und Diskussion mit Hans Modrow und Fritz Streletz

Nach ihrer Reise nach China stehen die Protagonisten Rede und Antwort u.a.
zu diesen Fragen:
Orientiert sich Kuba am »chinesischen« oder »vietnamesischen« Modell oder setzt das Land seinen eigenen sozialistischen Weg fort?
Welche Rolle spielt Kuba für das Modell einer multipolaren Welt und in den global-strategischen Überlegungen der Volksrepublik China?

Moderation: Volker Hermsdorf (Journalist)

Lesung des Romans von Erik Neutsch und andere Texte
mit der Schauspielerin Jennipher Antoni

Einführung: (Erik-Neutsch-Stiftung)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Erik-Neutsch-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 

Albert Norden über die Ursachen von Kriegen und die Möglichkeit, diese zu verhindern

Buchpremiere mit den Herausgebern Conny und Johnny Norden

»Wohin steuert die Bundesrepublik?«, fragte Albert Norden auf einer Pressekonferenz am 29. Juni 1966 und lieferte auch die Antworten. Sie sind, wie wir fünfzig Jahre später feststellen können, im Kern bemerkenswert aktuell. Denn am Wesen der deutschen Imperialismus hat sich kaum etwas geändert. Albert Nordens Sohn und dessen Frau haben sich die Arbeiten des jüdischen Antifaschisten, Emigranten und Kommunisten angeschaut. Er hat uns mehr hinterlassen als nur das Braun­buch der Nazi- und Kriegsverbrecher in der BRD, obwohl das allein ihn unvergessen macht. Albert Norden war, wie dieses Buch erneut beweist, ein brillanter Analytiker und politischer Stratege.

Moderation: Frank Schumann (Verleger)
 

Biografische Miniaturen


Buchpremiere mit dem Autor Peter Michel


Moderation: Wiljo Heinen (Verleger)

Biografische Miniaturen und ein Prolog von Armin Stolper

Peter Michel, Kunstwissenschaftler, Chefredakteur der Zeitschrift »Bildende Kunst« der DDR, blickt zurück auf seine Begegnungen mit Künstlern. Ein sehr persönlicher, ein sehr »eigener Blick«. Wer die Arbeit Peter Michels kennt, weiß, dass er sich dabei nicht in Belanglosigkeiten ergibt. Seine "Biografischen Miniaturen« schaffen auf wenigen Seiten ein eindrückliches Bild der Künstler*innen und ihrer Werke.

Der Band ist mehr als ein »Nachschlagewerk« – Peter Michel schafft eine Gesamtsicht auf die bildende Kunst der DDR und wie das Mosaik einzelner Künstler*innen sich zu einer Kultur zusammensetzte, die der Menschlichkeit und nicht dem Kommerz verpflichtet war.

Mit 367 großformatigen Seiten, fadengebunden und festem Einband, mit farbigen Abbildungen auf Bilderdruckpapier wurde diesem Einblick in die Kunst der DDR und dem Blick auf die Menschen, die sie schufen ein angemessener Rahmen gegeben.

Armin Stolper schreibt in seinem Vorwort: 

»… Ich habe die beinahe sechs Dutzend hier abgedruckten Miniaturen mit großem Interesse, mit viel Gewinn für meine Herzens- und Geistesbildung, mit Zustimmung zumeist und sehr oft mit Scham gelesen. Denn von den vorgestellten Frauen und Männern, Menschen unterschiedlicher Nationalität, verschiedener künstlerischer Eigenart und Verve ohnehin, die Peter und Maria Michel kannten oder kennen, sind mir viele hier zum ersten Mal begegnet. Natürlich nicht die Leute der schreibenden und theaterspielenden Zunft, denen ich freundlich zuwinken konnte. Aber immer wieder musste ich mir eingestehen, dass ich den Reichtum, den diese Menschen in der DDR erarbeiteten, selbst nicht genügend kannte. Sie bezeugten damit – oftmals gegen Beckmessereien und Bevormundungen durch manche Kulturfunktionäre – die humanistische und sozialistische Grundstruktur unseres Lebens in diesem Staat.




Peter Michel lässt in seinem biografischen Kaleidoskop viele Schöpfer von Kunstwerken mit großem Verständnis, als kritischer Betrachter und immer sehr persönlich – teilnehmend an ihren Erfolgen und Niederlagen – Revue passieren. Der unvoreingenommene Leser wird spüren, dass hier ein von der Kunst und den Künstlern besessener Mensch, ein Denker und Gebildeter alter Schule, mit großer Lust am Werke ist und sich dem Abenteuer mutig stellt, das jede Kunst und Kunstbetrachtung bedeutet. Was er erlebt und erlebte, will er andere erleben machen, im Inneren davon überzeugt, dass ein Mensch ohne Liebe zu Kunst und Künstlern ein Banause sei. Sein Adressat ist und bleibt deshalb der Mitmensch, dem er Sinne und Herz öffnen will für die Gebilde in Farbe und Form, in Stein und in Ton, in Bronze und Eisen, Holz, Keramik und in vielen gewohnten und auch ungewöhnlichen Materialien.«


Buchvorstellung mit den Autor Jörg Kronauer

Die russische Gefahr – in den vergangenen Jahren eines der meistgebrauchten Schlagworte der internationalen Politik. Stimmt es etwa nicht, dass Russland die Krim übernommen hat, die Aufständischen in der Ostukraine unterstützt und in Syrien militärisch interveniert? Doch, das stimmt. Nur: Als russische Aggression kann all dies nur bezeichnen, wer die westliche Umsturzpolitik in der Ukraine und in Syrien geflissentlich übersieht. Dabei gibt es mehrere Stränge. Die Vereinigten Staaten haben mit Ausnahme von 1941 bis 1945 stets versucht, Russland zu schwächen.

Moderation: Michael Mäde (jW)
Fidel zum 90. Geburtstag!
und
Der Verlag Wiljo Heinen feiert seinen 10. Geburtstag.

Doppelt Grund zum jubeln: Wir ehren den kubanischen Revolu­tionsführer Fidel Castro zu dessen 90. Geburtstag und feiern zehn Jahre Verlag Wiljo Heinen – u. a. mit Jennipher Antoni, Hans Modrow, Arnold Schölzel und Tobias Thiele.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und dem Verlag Wiljo Heinen

 
Ein Ehe-Briefwechsel im Zweiten Weltkrieg von Alfred Kurella und Elfriede Cohn-Vossen

Gelesen von Andreas Manz-Kozar und Doreen Kähler

Einführung: Evelin Wittich (Erik-Neutsch-Stiftung)

»Wachträume sind überhaupt mein zweites Leben«, schreibt die noch junge deutsche Emigrantin Elfriede Cohn-Vossen sehnsüchtig an ihren Mann. Sie ist 1941 vor Beginn der Schlacht um Moskau mit zwei Kleinkindern weit ins sowjetische Hinterland evakuiert worden, sie hungert, bangt um den fernen Mann, dessen politische Arbeit nicht ohne persönliches Risiko ist. Sie braucht alle Energie, das schwer erkrankte Baby über Dyspepsie und Kinderlähmung hinweg zu retten. Vom täglichen Kampf um Essensration und warme Kleidung, um Feuerholz für das Zimmer, von ihrer Arbeit als Ärztin und der Stimmung unter der Bevölkerung erzählen offenherzige und bezaubernde Briefe (die man vorsichtshalber Boten mitgab, denn Deutsch war die Sprache des Feindes)...
Berliner Buchpremiere mit Florence Hervé

Wasser ist Quelle des Lebens, Grundlage menschlicher Entwicklung. Es ist Ort der Arbeit oder Kunst, der Erholung und der Freizeit, der Auseinandersetzungen und der Utopien. In dem vorgestellten Text- und Bildband werden Frauen in unterschiedlichen Wasserlandschaften vorgestellt, deren Arbeit mit dem Wasser verbunden ist, als Ingenieurin, Umweltschützerin, Unterwasserarchäologin, Gondoliera, Wäscherin, Völkerrechtlerin oder Stadtplanerin. Frauen, die sich vom Wasser inspirieren lassen. Frauen, die Wasser als Abenteuer oder Herausforderung erleben.

Florence Hervé hat über 20 Frauen aus zehn europäischen Ländern aufgespürt und ihre Geschichten in ihrem Buch aufgeschrieben. Mit Fotos von Thomas A.Schmidt.

 



Esche liest Esche – Greger spielt Bach

Esther Esche liest erfrischend komische Texte aus dem Leben ihres Vater, Andreas Greger, Solocellist der Staatskapelle Berlin, spielt dazu berauschend Cello



Esther Esche studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Ihr erstes Engagement erhielt sie nach Abschluss ihres Studiums am Theater Senftenberg, wo sie zwei Jahre im Ensemble blieb. Anfang der 1990er Jahre kehrte sie nach Berlin zurück und gastierte in der Folgezeit u.a. am Deutschen Theater, dem Berliner Ensemble, der Volksbühne und dem Maxim Gorki Theater.
Seit Mitte der 1990er Jahre ist Esther Esche vorrangig in zahlreichen Film- und Fernsehrollen zu sehen. 2003 erhielt sie den Darstellerpreis als „Beste Schauspielerin“ des Europäischen Filmfestes in Brest.
Sie arbeitet als Dozentin für Schauspiel an verschiedenen Schauspielschulen.
Andreas Greger ist seit 1986 Solocellist der Staatskapelle Berlin. Er studierte bei Joseph Schwab an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin. Er erspielte Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Als Solist trat Andreas Greger mehrfach bei Rundfunkaufnahmen sowie bei Konzerten im In- und Ausland in Erscheinung. Er spielte u. a. mit der Staatskapelle Berlin, dem Berliner Sinfonie-Orchester und dem Großen Rundfunkorchester Berlin. Mit dem Streichtrio Berlin absolviert er seit 1992 eine internationale Karriere. Er hatte als Lehrender Teil an der Gründungsphase der Musikakademie der Barenboim-Said-Stiftung in Sevilla. Andreas Greger ist Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin.

Eberhard Esche gehört zu denen, deren Verlust mit den Jahren immer empfindlicher fühlbar wird. Mag die Kunst des Schauspielers flüchtig sein, mit seinen Büchern hat er sich einen bedeutenden Gedenkstein gesetzt und den Nachgeborenen ein Werk der lebendigen Erinnerung, einer gediegenen Kunstauffassung und unbeugsamen politischen Haltung hinterlassen. Seine autobiographischen Geschichten handeln natürlich vom Theater, aber sie erzählen auch von den gesellschaftlichen Zuständen, unter denen Theater blüht oder vegetiert, und von den Leuten, die Theater machen.

Eberhard Esche wurde 1933 in Leipzig geboren, studierte an der dortigen Theaterschule und ging als Schauspieler zunächst nach Meiningen, Erfurt und Karl-Marx-Stadt und wurde 1961 an das Deutschen Theater in Berlin engagiert, wo er viele großen Rollen verkörperte. U. a. den Lanzelot im „Drachen“, Amphitryon in „Amphitryon“, Satanael in „Adam und Eva“ Seneca im gleichnamigen Stück von Peter Hacks, den Wallenstein von Friedrich Schiller. Er zeichnete sich vor allem als Rezitator in Solo-Programmen wie „Deutschland ein Wintermärchen“ von Heinrich Heine oder „Reineke Fuchs“ von J. W. Goethe aus. Esche spielte außerdem in bedeutenden DEFA-Filmen mit u. a. in »Spur der Steine«, „Wie heiratet man einen König“, „Der geteilte Himmel“nach dem gleichnamigen Roman von Christa Wolff.

Eberhard Esche starb am 15. Mai 2006 im Alter von 72 Jahren.


 

Dienstag, den 23. Mai 2017, Beginn 19:30 Uhr
Berliner Buchpremiere mit der Poetry-Slammerin und Lyrikerin Faten El-Dabbas

Faten El-Dabbas ist Berlinerin, Muslimin und hat palästinensische Wurzeln. In ihren gesellschaftskritischen, politischen und oft persönlichen Texten gehen Beobachtetes und Erlebtes ineinander über. Sehnsucht nach Verständnis, Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden. Inspiriert durch den palästinensischen Dichter Mahmud Darwish ist ihr Anliegen: Protest durch Kunst - für ein differenziertes Meinungsbild in Deutschland!

 
Buchvorstellung mit der Autorin Gina Pietsch

Gina Pietsch gehört zu den ganz großen Brecht-Interpretinnen. Mit ihrer markanten Stimme, die ihrem Publikum Lieder von Mikis Theodorakis bis Víctor Jara näherbringt, begeistert sie seit Jahrzehnten ihre Zuhörer. Dabei ist nicht nur ihr Repertoire international und an den sozialen Kämpfen ausgerichtet. Pietsch selbst traf Musiker von Kuba bis Vietnam, arbeitete mit namhaften Künstlern zusammen und engagiert sich nach wie vor für eine gerechtere Welt. Ein Glück, dass die umtriebige Sängerin nun ihre Erinnerungen aufgeschrieben hat. Sie reflektiert ihr künstlerisches Schaffen in zwei Gesellschaftssystemen, schreibt über die großen Hoffnungen und Träume aus der Zeit des Oktoberklubs und Jahrgang 49...

Freitag, den 28. September 2018, Beginn 19:00 Uhr

Der Krieg dauerte von 1936 und 1939 und endete mit einem grausamen, blutigen, militärischen Sieg der spanischen Faschisten. Darauf folgten auch in Spanien Jahrzehnten der Dunkelheit, der Unterdrückung, der Folter, des Mordes. Nach dem Tot Francos wurde die Diktatur zwar offiziell beendet.

Doch statt Aufarbeitung, Anklage und Sühne würde trat als Doktrin der neuen „demokratischen“ Regierenden in Spanien das leugnen, verschweigen und vergessen. Der Mantel des Schweigens – die Umerta wurde für diesen dunklen Teil der spanischen Geschichte ein wichtiger Bestandteil der Staatsdoktrin. Und das bis heute.

Eröffnung:
Dietmar Wolf (Ausstellungsgruppe: »Tragödie der Freiheit«)
Michael Mäde (junge Welt - Ladengalerie)

anschließend:

Podiumsgespräch zum Stand der Aufarbeitung in Spanien
mit

Prof. Walther L. Bernecker
Carmela Negrete Navarro
(Journalistin)

Moderation: Stefan Loibl


//ACHTUNG! Die Veranstaltung findet an einem anderen Ort statt:
Foyer des Havemann-Saal, vom Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin//


 
Berliner Buchpremiere mit Werner Seppmann

Wir leben in einem ideologischen Zeitalter. Selbst bei oberflächlichem Blick auf soziale und kulturelle Zustände wird dies offensichtlich. Dies ist Ausdruck einer ideologischen Disposition, da Fakten nicht mehr zur Kenntnis genommen werden, der Blick auf die gesellschaftliche Realität verweigert wird.. »Ideologie ist heute der Bewußtseins- und Unbewußtseinszustand der Massen als objektiver Geist.« (Adorno 1972).

Die vorliegenden Arbeiten von Erich Hahn, Thomas Metscher und Werner Seppmann analysieren nicht nur diese Erscheinungsformen falschen Bewusstseins und zeigen ihre sozialökonomischen Ursachen auf, sie stellen gleichzeitig das Instrumentarium zur Verfügung, diese gesellschaftliche Anästhesie zu durchbrechen.

 
12 plastische Portraits und eine Figur

Zur Ausstellungseröffnung laden wir Sie und ihre Freunde sehr herzlich ein.

Was ist eine Analogie auf Peter Hacks? Wieso macht eine Bildhauerin Jahrgang 72 Porträts von Kohlhaase über Kant bis hin zur Keller? Und was hat Jemal Ell Alli gebürtig aus Damaskus mit Anna Hacks- Wiede zu tun?
Zu diesen und anderen Fragen führt die Berliner Bildhauerin Christiane Rößler in Ihre Ausstellung ein.
Unterstützt wird sie dabei von der Schauspielerin Renate Richter und dem Schauspieler Peter Bause.

 

Berliner Buchpremiere mit dem Journalisten Volker Hermsdorf

»Wir waren wissbegierig zu erfahren, ob in Lateinamerika eine verblüffende Ausnahmesituation Gestalt angenommen
hatte, bei der eine anbrechende Revolution … ihrem Triumph entgegen marschierte«, schrieb Jorge Masetti. Schon bei der ersten Begegnung war er von Fidel Castro beeindruckt. Er bezeichnete ihn als »außergewöhnlichen Mann, der fest daran glaubte, dass er kämpfend siegen würde.« Die Zuversicht des Comandante en Jefe überzeugte den Reporter: »Ich teilte seinen Optimismus. Man musste etwas tun, kämpfen, konkretisieren und aufhören zu weinen und zu streiten.«

Moderation: Arnold Schölzel (jW)

 
Zur Ausstellungseröffnung laden wir Sie und ihre Freunde herzlich ein.

Ein kleiner Einblick in die Wunderwelt der Schwarzweiß-Druckgrafik aus dem Hause junge Welt. Neben einer kleinen Auswahl grafischer Arbeiten von Roland R. Berger und Thomas J. Richter vermittelt die kleine Ausstellung einen Eindruck vom grafischen Schaffen so unterschiedlicher DDR-Künstlern wie Willi Sitte, Michael Morgner, Johannes Heisig, Gisela Kohl, Norbert Wagner u. a.

Die Grafiken können auch erworben werden.

Es spricht: Roland R. Berger

Musik: Isabel Neuenfeldt

(Grafik: Johannes Heisig, Porträtz des FDJ-lers Michael B., 1980)



Berliner Buchpremiere mit dem Autor Kurt Pätzold

Der Begriff »Faschismus« scheint aus dem deutschen Wortschatz getilgt. Man spricht nur noch vom »Nationalsozialismus«, verkürzt NS. Das demagogische Wort kreierten die Nazis selbst. Dabei weiß inzwischen fast jeder, dass sie weder »national« - allenfalls chauvinistisch und nationalistisch - noch »sozialistisch« waren: Die Eigentums- und Produktionsverhältnisse blieben bestehen. Diese waren 1945 so kapitalistisch wie 1933...

Moderation: Arnold Schölzel (jW)

 

Berliner Buchpremiere mit dem Autor Hannes Hofbauer

Hannes Hofbauer verfolgt das Phänomen der Russophobie zurück bis ins 15. Jahrhundert, als der Zar im Zuge der kriegerischen Reichsbildung gegen Nordwesten zog. Der Kampf um reale wirtschaftliche und (geo)politische Macht wurde auch damals schon ideologisch begleitet: Der Russe galt seinen Gegnern als asiatisch, ungläubig, schmutzig und kriecherisch, Stereotypen, die sich über Jahrhunderte erhalten haben.
Das Feindbild-Paradigma zieht sich wie ein roter Faden durch die Rezeption Russlands im Westen. Aktuell reagiert diese empört auf die Politik des Kreml, der mit der Machtübernahme Wladimir Putins innenpolitisch auf Konsolidierung und außenpolitisch auf Selbständigkeit setzt...


 
Erinnerungen eines Kombinatsdirektors und Ministers
Buchvorstellung mit dem Autor Hans-Joachim Lauck

Er war ein Mann mit großem Einflussbereich: Als Generaldirektor des Qualitäts- und Edelstahlkombinats dirigierte Hans-Joachim Lauck das Zusammenspiel von mehr als 40 Betrieben, in denen bis zu 220.000 Arbeiter und Angestellte über ein Viertel der industriellen Warenproduktion der DDR erwirtschafteten – und schätzte dabei den Kontakt zu seinen Stahlwerkern. Im Blaumann und mit dem Helm auf dem Kopf erfragte er Arbeitsabläufe, fing Stimmungen ein und suchte stets nach neuen Ideen. Lauck schritt voran, mischte sich ein und kämpfte: für sein Werk, für das Kombinat und für den gesamten Industriezweig. Als einer der ersten ostdeutschen Wirtschaftslenker gibt er nun Einblick in technische und politische Zusammenhänge – und zieht rigoros Bilanz.
Ehrung der Preisträger des Jahrgangs 2017

»Licht und Schatten«, »Urbanität - Grossstädte - Street Photography«, »Flucht« sowie »Blickwinkel« lauteten die Themen des jW-Fotowettbewerbs in diesem Jahr, zu dem alle fotografiebegeisterten jW-Leserinnen und -Leser aufgerufen waren, Bilder einzusenden.

Bei der Bewertung der eingesandten Arbeiten bewertet die jW-Jury nicht vorrangig die technische Perfektion der Aufnahmen, sondern die besondere Sicht oder der eingefangene soziale Kontext. Die Preisträgerfotos und weitere spannende, aber nicht prämierte Arbeiten aus den Einsendungen für die »Blende« stellt die junge Welt in ihrer Ladengalerie aus.

 
Buchvorstellung der Dresdner Novelle 1945
von Eberhard Panitz
gelesen von der Schauspielerin Jennipher Antoni
Einführung: Eberhard Panitz


»Sagen Sie ihm, dass er für die Träume seiner Jugend soll Achtung tragen, wenn er Mann sein wird«, lässt Schiller Marquis Posa in »Don Carlos« sagen. Diese Mahnung scheint nicht grundlos dem Text vorangestellt. Eberhard Panitz, in Dresden 1932 geboren, erlebte als 13-Jähriger die Zerstörung seiner Heimatstadt, die Befreiung durch die Rote Armee und den Aufbruch in eine neue Zeit. Und er fragt sich heute mit einiger Berechtigung, warum vieles davon inzwischen bei manchem in Vergessenheit geraten ist oder durch Zerrbilder ersetzt wurde. 
Eberhard Panitz erzählt die Geschichte zweier Freunde, die in jener Zeit aus Ruinen auferstehen und sich mit den Gespenstern der Vergangenheit herumschlagen. Alles ist irgendwie ineinander verhakelt und verzahnt, verknüpft und verwoben. Kunstvoll erzählt Panitz seine Geschichte, die nur vordergründig siebzig Jahre zurückliegt. Sie zielt tatsächlich auf die Gegenwart und das kollektive Gedächtnis. Ganz im Sinne Schillers.