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DVD "X. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz 2005"

Verlag Verlag 8. Mai
Art.Nr. 065876
5,00€ 3,00€
Menge
 
Mumia Abu-Jamal, Chumbawamba, Angela Davis, Juan Carlos Frómeta, Christian Geissler, Alfred Hrdlicka, Jazz-Orchester, Prokopätz, Evo Morales, Dr. Seltsam, Mag Wompel, Hannes Zerbe.

Eine Filmdokumentation von Piper Alpha im Auftrag von junge Welt und JumpUp Schallplattenversand.


Programm der X. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz 2005
»Die Ordnung herrscht in Berlin.« Das verkündeten bürgerliche Presse, die SPD-»Volksbeauftragten« Ebert, Noske und ihr Militär im Januar 1919 nach dem Abschlachten der aufständischen Arbeiter in der deutschen Hauptstadt. Am 14. Januar 1919 veröffentlichte Rosa Luxemburg einen Artikel unter dieser Überschrift in der Roten Fahne. Am Ende des Textes ruft die Revolutionärin den Siegern zu: »Ihr stumpfen Schergen! Eure ›Ordnung‹ ist auf Sand gebaut.«

Die Liste der Konterrevolutionen, in denen »Ordnung« wiederhergestellt wurde, war in Deutschland stets länger als die der Revolutionen. Gegenwärtig scheint dies weltweit zu gelten. 1990 verkündeten die Sieger im Kalten Krieg nicht nur den Marsch in eine neue »Weltordnung«, sondern auch das »Ende der Geschichte«. Daraus wurde die »Ordnung« zwischen Nord und Süd, zwischen Arm und Reich, die »Ordnung« in Falludscha, in Guantánamo Bay und die von »Hartz IV«. Die Bundeswehr rüstet für Kolonialkriege, der Innenminister möchte Geheimdienste und Polizei auch offiziell unter ein Dach bringen, dem Unmut über sozialen Raubbau wird mit »Patriotismus« und »islamischer Bedrohung« begegnet. Sozialabbau, verstärkte Repression und rassistische Demagogie sind ein Dreiklang zur »neuen Weltordnung«. Dem Krieg nach innen entspricht der Krieg nach außen. Die Referentinnen und Referenten der X. Rosa-Luxemburg-Konferenz werden darüber sprechen, wo die Grenzen dieser Ordnung liegen, worauf sie gebaut wurde und wie fest ihre Fundamente sind.

Über die Konferenz
Seit 1996 findet jeweils am zweiten Samstag im Januar die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin statt. Initiiert wurde sie von der überregionalen marxistischen parteiunabhängigen Tageszeitung junge Welt. Schwerpunkt der Veranstaltung sind Vorträge und Diskussionen zu Erfahrungen, Analysen und Aktivitäten linker Bewegungen und Parteien weltweit sowie der Austausch zu Entwicklungen und politischen Kämpfen in Deutschland.

Auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz treffen sich regelmäßig mehr als 2000 Menschen unterschiedlicher Herkunft und jeden Alters, um über die Aktualität des Werkes von Rosa Luxemburg, über linke Theorie und Politik, Geschichte und Gegenwart antiimperialistischer Bewegungen und Perspektiven gesellschaftlicher Veränderungen zu diskutieren. Vortragende wie Besucher der Konferenz kommen aus unterschiedlichen politischen Zusammenhängen oder sind unorganisiert. Alle eint die Suche nach Wegen, die mörderische neoliberale Entwicklung zu durchbrechen, der Wille, den Kapitalismus zu überwinden und die Einsicht in die Notwendigkeit einer sozialistischen Perspektive. Es ist kein Zufall, dass das Spektrum der Konferenzbesucher dem der Leserschaft der jungen Welt entspricht.

Bewusst werden vor allem internationale Gäste zum Vortrag eingeladen, aus Deutschland kommt gewöhnlich nur ein Referent, eine Referentin. Sprachbarrieren werden per Simultanübersetzung überwunden, Konferenzsprachen sind in der Regel Englisch, Spanisch und Deutsch. An Info-Ständen stellen sich zudem über 30 Organisationen, Parteien und Verlage vor. Am Tag nach der Konferenz findet in Berlin die große Demonstration zu Ehren von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Viele Besucher verbinden beide Termine miteinander.

Die Rosa-Luxemburg-Konferenz wird von der Tageszeitung junge Welt veranstaltet, unterstützt von Gewerkschaften, linken Medien und Organisationen.

Die junge Welt berichtet online und in der gedruckten Ausgabe von der Konferenz, die Referate werden in einer Beilage publiziert. Die Veranstaltung wird auch in einer Broschüre dokumentiert.

Die XXII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz fand am 14. Januar 2017 statt.