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Raul Zelik "Bastard"

Verlag Assoziation A
Art.Nr. 375423
15,00€ 10,00€
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Die Geschichte der Journalistin Lee.

Seoul, Asphaltmeer Monsunhitze.Carla Lee, 27, in Deutschland aufgewachsene Tochter eines koreanischen Gewerkschaftsführers, der sich mittlerweile in Dortmund als Imbissbudenbetreiber verdingt, geht in das Land ihres Vaters, um als Freelancer zu arbeiten. Loving the Alien.Dort, wo sie zum ersten Mal in ihrem Leben nicht als Fremde behandelt wird, fühlt sie sich fehl am Platz wie selten zuvor. Kotzen, was das Zeug hält. Sie beginnt über den Einsturz eines Kaufhauses zu recherchieren, der 1997 mehreren Hundert Menschen das Leben gekostet hat. Doch die Arbeit gelangt schnell an einen toten Punkt. Wie virtuell lässt sich Wirklichkeit einbilden? Das sinnstiftende Versprechen des Journalismus entpuppt sich als Illusion. In Briefwechseln mit Cem, Abiturtürke, Iserlohn, einem in Deutschland gebliebenen Freund, stellt sich Lee die Frage nach der Ursache des Fremdseins. Kotzen, bis man stirbt. Die Reise nach Seoul wird zu einer Fahrt an den Ausgangspunkt.

Raul Zeliks neuer Roman porträtiert mit der “Geschichte der Journalistin Lee” erneut eine Grenzgängerin zwischen den Welten. Überall aneckend, nirgends heimisch, immer auf der Suche.

Raul Zelik wurde 1968 in München geboren und schreibt u.a. für die Spex, die Wochenzeitung Freitag und die Schweizer WoZ. Bekannt wurde er durch den Kolumbien-Roman “La Negra” (2000) und den Erzählband “grenzgängerbeatz” (2001) über nichtdeutsches Leben in Berlin. Zelik erhielt 1998 den vom SFB ausgelobten Walter-Serner-Preis sowie seitdem ein halbes Dutzend Stipendien.


235 S.